Marcin Tybura will in Austin eine grandiose Zukunft einläuten

Marcin Tybura punches Luis Henrique at UFC 209 on March 4, 2017 in Las Vegas, NV. (Photo by Jeff Bottari/Zuffa LLC) Marcin Tybura kommt aus Polen, hat aber im Laufe seiner MMA-Karriere schon rund um den Globus gekämpft. In den Vereinigten Staaten, wo er am Sonntag den Co-Hauptkampf von UFC Austin gegen Derrick Lewis bestreiten wird, ist er sogar noch ungeschlagen.

Das war Tybura nicht einmal bewusst. Aber auch mit solch einer Statistik im Hinterkopf weiß er, dass dieser Fakt ihm keineswegs einen Sieg garantiert.

“Es ist unerheblich, wo ich kämpfe”, so Tybura. “Ich denke immer nur daran, wie gut ich vorbereitet bin und wie viel Arbeit ich in die Vorbereitung gesteckt habe. Ich gehe selbstbewusst in diesen Kampf wegen der Dinge, die ich im Training gemacht habe und nicht wegen des Ortes, an dem ich kämpfe.“

Trotzdem freut sich der 32-Jährige darauf, in den Staaten auf dem Programm zu stehen. Vor allem, weil er zuletzt zweimal hintereinander weit weg von Zuhause gekämpft hat – Flüge nach Singapur und Australien würden wohl jedem zusetzen, der sich danach auf hohem Niveau athletisch betätigen muss. Ein kurzer Satz von Neu-Mexiko nach Texas ist nun also kaum der Rede wert für “Tybur”, der das gute Wetter in Albuquerque genoss, als wir im Vorfeld des Kampfes mit ihm sprachen.

„Es ist ziemlich warm hier”, lachte Tybura. “Es ist ganz anders als in Polen, aber ich finde es gut. In Polen liegt gerade Schnee und es gibt Minusgrade, deswegen gefällt es mir hier sehr.“

Das mag ein Grund sein, seine Koffer zu packen und von Zuhause auszubrechen. Der Hauptgrund, warum der auf Platz neun der offiziellen Rangliste gesetzte Tybura seine letzten Trainingscamps im Süden der USA verbracht hat, hat allerdings nichts mit dem guten Wetter dort zu tun.

“Ich hatte schon häufiger darüber nachgedacht, in die USA zu ziehen und meine Trainingscamps dort zu absolvieren“, so Tybura. „Und dabei hatte ich immer das Team Jackson-Wink im Kopf. Das war immer das bekannteste Gym, deswegen hatte ich das immer vor und deswegen war es auch meine erste Wahl, als ich mich dazu entschieden hatte, in die USA zu gehen. Ich kannte das Team, weil ich die Kämpfer in Aktion gesehen habe, die hier trainiert haben, und Coach (Mike) Winkeljohn und Coach (Greg) Jackson sind die bekanntesten Trainer in diesem Sport. Sie waren also meine erste Wahl, und hier bin ich jetzt.“

Tybura reacts to his victory over Henrique at UFC 209 on March 4, 2017 in Las Vegas, NV. (Photo by Josh Hedges/Zuffa LLC)Unglücklicherweise für Tybura war der erste Gegner, der ihm unter seinem neuen Trainerstab gegenüberstand, nicht derjenige, auf den er sich vorbereitet hatte. Als Mark Hunt im vergangenen November aus ihrem geplanten Kampf in Sydney gestrichen wurde, ersetzte ihn Fabricio Werdum. Zwar wurde damit aus einem 1,78 Meter großen Standspezialisten kurzerhand ein 1,93 Meter großer Jiu-Jitsu-Schwarzgurt, trotzdem akzeptierte Tybura den Ersatzgegner ohne Zögern.

“Das war nicht das erste Mal, dass mein Gegner gewechselt hat oder sogar der ganze Kampf abgesagt wurde. Als ich herausgefunden habe, dass Mark Hunt nicht kämpfen würde, war das aber schon ein wenig niederschmetternd. Warum musste es wieder passieren? Und eigentlich, mittlerweile, war Werdum auch die härtere Herausforderung. Ich bin aber in die UFC gekommen, um mich so sehr es geht zu fordern. Vielleicht kam das ein wenig früher als erwartet, aber ich bin der UFC beigetreten, um gegen die Besten zu kämpfen. Ich habe mich also direkt entschieden. Ich musste nur mit meinen Trainern reden, damit ich sicher war, dass sie nichts dagegen hatten.“

Das hatten sie nicht, und obwohl Tybura nach fünf Runden eine Punktentscheidung an den früheren Schwergewichtschampion abgab, zeigte er trotz Niederlage eine gute Leistung, die bewies, dass er auch mit den großen Jungs mithalten kann. Zwar war es nicht ganz leicht, den Rückschlag wegzustecken, schlussendlich aber hat er alle Lehren gezogen, die es zu ziehen gab, und sich der Zukunft zugewandt.

„Es hat mir auf jeden Fall zusätzliches Selbstbewusstsein für meine Karriere in der UFC gegeben“, so Tybura. „Aber natürlich gehst du nie in einen Kampf, um ihn zu verlieren, und deswegen hat es mich nach dem Kampf ein paar Tage lang gestört. Ich wusste zwar, dass ich der Underdog gewesen war, und die Leute haben gesagt, ich habe eine gute Leistung gezeigt, und trotzdem hatte ich fünf Tage lang mit der Niederlage zu kämpfen. Jetzt denke ich aber, dass in der UFC eine erfolgreiche Zukunft auf mich wartet.“  

In Austin soll sie starten.

Die „UFC Fight Night“ in Austin, Texas läuft in der Nacht vom 18. auf den 19. Februar live auf UFC FIGHT PASS.

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Samstag, Februar 23
2PM/11AM
ETPT
Prague, Czech Republic

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