Top-Themen nach UFC 216



Das Stigma, das Demetrious Johnson, dem Weltmeister im Fliegengewicht, in den ersten Jahren seiner Titelregentschaft angeheftet wurde, grenzt rückblickend fast an Gotteslästerung.

Bei UFC 216 in Las Vegas stellte Johnson mit seinem elften Sieg einen neuen Rekord für die meisten Titelverteidigungen hintereinander auf und er erzielte dabei seinen siebten vorzeitigen Sieg während dieser Erfolgsserie.

Dieses Stigma – dass Demetrious Johnson ein langweiliger Kämpfer sei – ist völliger Unsinn. Es war schon immer falsch. Johnson war einfach seiner Zeit voraus und gegen Ray Borg bewies er das erneut. Er zwang Borg in der fünften Runde zur Aufgabe, nachdem er den Kampf bis dahin dominiert hatte: Ein Suplex gefolgt von einem Armhebel – eine sensationelle Technik.

Johnson besiegte Borg mit einer noch nie dagewesenen Aktion und fügte seiner Karriere, die eines Tages als legendär betrachtet werden wird, einen weiteren großartigen Moment hinzu.

Der Gewichtsklassen übergreifend beste MMA-Kämpfer der Welt überlässt nichts dem Zufall und hat auch nach einem überwältigenden Sieg die geistige Klarheit, den Kampf kühl zu analysieren.

LAS VEGAS, NV - OCT. 07: Tony Ferguson celebrates after his submission victory over Kevin Lee in their interim UFC lightweight championship bout during the UFC 216 event inside T-Mobile Arena. (Photo by Jeff Bottari/Zuffa LLC)„Ich zeige niemandem mein Training – es geht niemanden etwas an, was ich im Gym mache“, sagte Johnson. „Diesen Wurf trainiere ich immer wieder. Vor dem Kampf meinte Ray Borg, er würde mich aus der Oberlage zermürben. Selbst als er mich mal zu Boden brachte, meinte ich nur: ‚Okay, Glückwunsch, wirst du an meiner Guard vorbeikommen? Nein.‘“

„Ich stieß ihn weg, stand wieder auf und meinte: ‚Okay, du hast mich zu Boden gebracht, das war deine beste Chance.‘ Als ich seinen Rücken umklammerte, blieb er erst stehen und dann drehte er sich, um mir einen Ellenbogenstoß zu verpassen. Erwischt! In dem Moment warf ich ihn nach oben und setzte den Armhebel an.“

Und in diesem Moment machte sich Johnson unsterblich.

Hier sind die Top-Themen nach UFC 216:

Ferguson gewinnt den Interimstitel

Boxerisch und ringerisch gab Kevin Lee keine schlechte Figur ab. Aber am Ende setzte sich Ferguson dank seiner Erfahrung und mentalen Härte wieder einmal durch und baute seine Siegesserie auf zehn Kämpfe ohne Niederlage aus.

Lee erklärte nach dem Kampf, er habe Fergusons Können im Jiu-Jitsu unterschätzt. Vor dem Kampf hatte er noch gesagt, er wäre ihm im Bodenkampf überlegen.

Ferguson gestand, er wollte sogar zu Boden gebracht werden, damit er beweisen könne, wie gefährlich er selbst in Rücklage sei.

„Ich wusste, dass ich gelassen bleiben musste“, sagte Ferguson. „Ich wusste auch, dass er viel zu aggressiv sein würde. Ich bin sehr erfahren und wusste, dass er Energie verschwenden würde. Ich habe den Sturm überstanden und gespürt, wie er immer schwächer wurde.“



Ferguson fordert McGregor heraus

UFC-Präsident Dana White war von Fergusons Leistung begeistert und meinte, es wäre nur richtig, wenn es als nächstes einen Titelvereinigungskampf im Leichtgewicht geben würde. White sagte, Conor McGregor könnte eventuell sogar noch in diesem Jahr ins Octagon zurückkehren.

„Tony ist der Interimsmeister, Conor ist der Weltmeister – dieser Kampf ergibt Sinn, dieser Kampf muss kommen“, sagte White.

Ferguson würde seinen Titel gegen jeden verteidigen, aber er sagte auch, ein Kampf gegen McGregor sei für ihn am interessantesten.

„Conor McGregor stellt für mich keine Bedrohung dar“, sagte Ferguson. „Ich werde ihn zu Boden reißen. Kein Problem. Ich werde ihn von den Beinen holen. Auf dem Boden sind wir alle gleich groß. Der Junge hat Angst. Er hat meinen Namen kein einziges Mal in den Mund genommen. Der Kampf gegen Conor muss kommen. Du kannst nicht länger wegrennen. Du stehst im Schach und ich bin ein Schach-Meister.“

Johnson schreibt Geschichte

Während er Kampf für Kampf seine Siegesserie ausbaute, wollte Demetrious Johnson nur selten über seine immer größer werdende Zahl an Titelverteidigungen sprechen. Er konzentrierte sich stets nur auf den nächsten Kampf – und diese Einstellung hat sich nun bezahlt gemacht.

LAS VEGAS, NV - OCT. 07: Demetrious Johnson celebrates after his submission victory over Ray Borg in their UFC flyweight championship bout during the UFC 216 event inside T-Mobile Arena. (Photo by Jeff Bottari/Zuffa LLC)Nach der zehnten Titelverteidigung war ihm bewusst, dass der alte Rekord von Anderson Silva zum Greifen nah war. Erst dann erlaubte er es sich, über seine Errungenschaft nachzudenken.

„Es fühlt sich gut an, Anderson Silvas Namen nicht mehr neben meinem Namen lesen zu müssen“, sagte Johnson. „Wenn jetzt jemand fragt, wer den Rekord für die meisten Titelverteidigungen hat, dann lautet die Antwortet nur noch: Demetrious Johnson!“

White bezeichnete Johnson nach dem Rekordkampf als den Besten aller Zeiten:

„Ihr wisst, wie jiu-jitsu-verrückt unser Joe Rogan ist – und der stand im Octagon und meinte, so etwas habe er noch nicht einmal in einem Jiu-Jitsu-Wettbewerb gesehen“, sagte White über Johnsons Aufgabegriff. „Er schrie: ‚Das war verrückt, der Typ ist ein Freak!‘ Und er hat Recht. Demetrious ist der Beste. Er hat Anderson Silvas Rekord auf spektakuläre Art und Weise gebrochen.“

Vegas Strong

Rund 1.500 Ersthelfer und einige Menschen, die von dem tragischen Vorfall in Las Vegas betroffen waren, kamen zu UFC 216, um die Kämpfe zu genießen und von der UFC und den Fans geehrt zu werden.

Es war eine harte und traurige Woche für die Stadt, aber White meinte, die Tragödie würde die Gemeinde zusammenbringen.

„Ich will gar nicht mehr darüber nachdenken, aber ich sage schon die ganze Woche, dass ich auf diese Stadt wirklich stolz bin“, so White. „Wie jeder darauf reagiert hat, von den Ersthelfern bis zu den Menschen, die anderen Menschen geholfen haben. Wie die großen Firmen sich zusammengetan und gespendet haben – das war eine große Sache. Jeder denkt, das wäre keine echte Gemeinde, aber tatsächlich ist es die echteste Gemeinde.“
Samstag, Dezember 30
10PM/7PM
ETPT
Las Vegas, Nevada

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