Weidman will die New Yorker stolz machen

Chris Weidman kämpft gerne in seiner Heimatstadt New York City, doch seinen letzten Auftritt zuhause würde er am liebsten vergessen. Yoel Romero knockte den ehemaligen Weltmeister im Mittelgewicht in der dritten Runde mit einem bösen Kniestoß aus – vor den Augen von Familie und Freunden.

Samstagnacht kehrt Weidman in den weltberühmten Madison Square Garden zurück und freut sich trotz des negativen Erlebnisses auf seinen Kampf im Hauptprogramm von UFC 230.

„Der MSG hebt sich einfach von allen anderen Hallen auf der Welt ab“, sagte Weidman. „Als New Yorker im Madison Square Garden zu kämpfen – davon hätte ich früher nie zu träumen gewagt.“

In der Nacht zum 4. November veranstaltet die UFC zum dritten Mal in der legendären Halle, Weidman trifft im Co-Hauptkampf auf den Brasilianer Ronaldo „Jacare“ Souza. Vor wenigen Jahren wäre das noch undenkbar gewesen. Niemand weiß das besser als Weidman, der eine der Schlüsselfiguren war, als es darum ging, den MMA-Sport im Bundesstaat New York zu legalisieren.

„Ich habe mich eifrig daran beteiligt und viel Lobbyarbeit betrieben“, sagte Weidman. „Ich reiste durch den ganzen Bundesstaat und traf mich immer wieder mit verschiedenen Senatoren und anderen Politikern und warb dafür, den MMA-Sport zu legalisieren.“

Anfang 2016 hob der Bundesstaat New York das MMA-Verbot auf und im November kämpfte Weidman bei UFC 205 Romero – und machte keine schlechte Figur, bis Romero ihn mit dem Kniestoß erwischte. Nur fünf Monate später stieg Weidman in Buffalo, New York ins Octagon und erlitt eine kontroverse Niederlage gegen Gegard Mousasi.

Das waren schwere Zeiten für den Mann, der die lange Titelregentschaft von Anderson Silva beendet und die Mittelgewichtsklasse danach zwei Jahre beherrscht hat. Als er im Juli vergangenen Jahres bei der „UFC Fight Night“ in Uniondale, New York gegen Kelvin Gastelum antrat, wusste er, dass er unbedingt gewinnen musste.

„Nach drei Niederlagen in Folge steckt man in Schwierigkeiten, das sieht natürlich gar nicht gut aus“, sagte Weidman. „Man steht gehörig unter Druck, vor allem, wenn man dann noch im Hauptkampf steht und in der Heimat kämpft. Aber ich wusste, dass ich die Fähigkeiten besaß, um zu gewinnen. Ich wollte einfach nur da rausgehen und kämpfen. Und genau das habe ich dann auch getan.“

Weidman zwang Gastelum in der dritten Runde zur Aufgabe, beendete seine Negativserie und kehrte ins Titelgeschehen der Mittelgewichtsklasse zurück. Die Fans vor Ort waren begeistert.
 
 
 
Dieses Posting auf Instagram ansehen

Madison Square Garden here we come!! #Nov3 #UFC230 #NYC #MSG

Ein Posting von Chris Weidman (@chrisweidman) am 25. Oktober 2018


„Als Kind ging ich zu den Spielen der Islanders ins Nassau Coliseum und dann trat ich dort im Hauptkampf gegen einen so zähen Burschen wie Kelvin Gastelum an und gewann auch noch – damit habe ich mir einen Traum erfüllt“, sagte er. „Die Fans haben mich unglaublich unterstützt. Ich fühlte mich, als sei ich gerade wieder Weltmeister geworden. Diesen Moment werde ich nie vergessen.“

Aufgrund von Verletzungen musste Weidman seit dem Sieg über Gastelum pausieren. Samstagnacht feiert er sein Comeback gegen Souza, der kurzfristig für Luke Rockhold einsprang. Doch der Gegner spielt für Weidman ohnehin nur eine untergeordnete Rolle – für ihn zählt nur, dass er endlich wieder kämpfen kann.

„Mein Körper fühlt sich gut an, ich bin verletzungsfrei, ich kann mich nicht beklagen“, sagte Weidman.

Seinem ersten Sieg im Madison Squarden Garden steht also nichts mehr im Weg. Und den will Weidman nicht nur für sich selbst erzielen, sondern auch für die New Yorker Fans.

„Ich vermute, dass das Publikum noch mehr Gas geben wird als beim letzten Mal“, sagte Weidman. „Ich bin mir sicher, dass mich die Fans unterstützen werden. Und ich will sie stolz machen. Das wird ein großer Spaß werden.“

Für seinen zweiten Auftritt im MSG verspricht Weidman den Fans etwas Besonderes.

„Vier Kämpfe in Folge in New York, aber das wird der Allerbeste“, sagte er.

Wenn für den 34 Jahre alten US-Amerikaner alles nach Plan läuft, will er sich wieder seinen großen Zielen widmen – nicht nur 2019, sondern auch in den Jahren danach.

„Als nächstes habe ich mir vorgenommen, meinen Weltmeistertitel im Mittelgewicht zurückzuerobern“, sagte Weidman. „Dann will ich ihn einige Male verteidigen, anschließend ins Halbschwergewicht wechseln und auch dort den Titel gewinnen.“

Watch Past Fights

Multimedia

Kürzlich
Watch Donald Cerrone backstage after becoming the UFC's all-time wins leader at Fight Night Denver.
11.11.2018
Yair Rodriguez's coach, Izzy Martinez, talks backstage after the featherweight earned a thrilling victory at Fight Night Denver.
11.11.2018
Watch Yair Rodriguez in the Octagon after his win in the main event at Fight Night Denver.
10.11.2018
Watch Donald Cerrone in the Octagon after his victory at Fight Night Denver and becoming the UFC's all-time wins leader.
11.11.2018