Whittaker hat es nicht eilig

Was ist der beste Rat, den Robert Whittaker – der Samstagnacht im Hauptkampf der „UFC Fight Night“ in Melbourne, Australien gegen Derek Brunson antritt – bezüglich seiner Karriere erhalten hat?

„Nimm dir die nötige Zeit, übereile nichts, tu das Richtige und du wirst das erreichen, was du dir vorgenommen hast“, sagt Whittaker. „Mit dieser Einstellung gehe ich momentan an meine Karriere heran.“

Das erklärt auch, warum es dem Australier nichts ausmacht, dass sein Hauptkampf gegen Brunson erst sein zweiter Auftritt im Jahr 2016 ist.

Vielleicht liegt das daran, dass er so sehr davon überzeugt ist, die Spitze der Mittelgewichtsklasse zu erreichen, dass er es nicht eilig hat, dorthin zu gelangen.

„Ich kämpfe meinem Leistungsvermögen entsprechend“, sagt Whittaker, die Nummer 7 im Mittelgewicht. „Ich nehme so viele Kämpfe an, wie ich annehmen kann. Ich bin immer mal wieder verletzt, ich will Zeit mit meiner Familie verbringen und ich will sicherstellen, dass ich die nötige Zeit habe, um meine Fähigkeiten zu verbessern. Ich habe genügend Zeit. Ich bin noch jung, ich lerne ständig dazu und habe Spaß. Wenn ich mich gut fühle, nehme ich nächstes Jahr zehn Kämpfe an. Ich muss das von Fall zu Fall entscheiden.“

Weniger Kämpfe bedeutet nicht, dass Whittaker eine ruhige Kugel geschoben hat. Der 25 Jahre alte Familienvater trainiert so viel, dass er scheinbar nur Zeit für ein einziges Laster hat: Computerspiele. Während andere Sportler in seinem Alter auch gerne mal auf Partys zu finden sind, widmet sich Whittaker in seiner Freizeit häufig den Strategiespielen.

„Meine Freunde und ich treffen uns online, weil ich nach dem vielen Training einfach total erschöpft bin“, sagt Whittaker. „Das heißt allerdings nicht, dass ich zuhause nur herumsitze. Ich verbringe viel Zeit mit meiner Familie, aber ich finde es auch mal schön, wenn ich mit meinen Freunden ein bisschen zocken kann.“

Whittaker hat es in diesem Jahr langsam angehen lassen, aber es ist unsinnig, an seiner Herangehensweise zu zweifeln. Der in Neuseeland geborene Sportler scheint bislang immer die richtigen Karriere-Entscheidungen getroffen zu haben.
Robert Whittaker punches <a href='../fighter/rafael-natal'><a href='../fighter/rafael-natal'>Rafael Natal</a></a> during his most recent win at UFC 197Er verließ das kanadische TriStar Gym, um wieder in Australien mit seinem ersten Kampfsport-Trainer Henrry Perez zu arbeiten und wechselte vom Weltergewicht ins Mittelgewicht. Seitdem steigerte er sich von Kampf zu Kampf. Zuletzt hat er fünfmal hintereinander gewonnen. Als nächstes winkt ihm die Chance, sich einem Konkurrenten aus der Top 5 zu stellen.

Im Hauptkampf der „UFC Fight Night“ in Melbourne hat Whittaker die perfekte Bühne, um ein Zeichen zu setzen, nachdem der ursprüngliche Hauptkampf zwischen Luke Rockhold und Ronaldo „Jacare“ Souza ausfiel.

„Es ist eine riesige Ehre, in Australien in einem Hauptkampf zu stehen – mehr kann ich nicht verlangen“, sagt Whittaker, dessen Duell gegen Brunson zuvor der Co-Hauptkampf war. „Es wird kein großer Hype darum gemacht, da es eine kurzfristige Änderung war, aber diese Gelegenheit konnte ich mir nicht entgehen lassen. Ein Hauptkampf in der Heimat ist immer etwas Besonderes. Für mich ist das ein Meilenstein.“

Ein Platz im Hauptkampf bedeutet aber nicht nur gesteigerte Aufmerksamkeit, sondern auch die Möglichkeit, fünf statt drei Runden im Octagon zu kämpfen. Von dieser Aussicht lässt sich Whittaker jedoch nicht einschüchtern. Er meint, er hätte sich ohnehin schon immer auf einen langen Kampf vorbereitet.

„Ich trainiere nicht spezifisch für 15 Minuten, sondern ich trainiere meine Kondition so gut wie möglich, egal ob das dann 15 Minuten oder 25 Minuten oder 45 Minuten sind“, sagt Whittaker. „Ich stärke meine Kondition so gut es geht. Selbst wenn ich früher von der höheren Rundenzahl gewusst hätte, hätte ich nichts an meinem Training geändert.“


In Brunson hat Whittaker am Wochenende einen Konkurrenten vor sich, der in der Rangliste nur einen Platz hinter ihm steht und derzeit einen genauso guten Lauf hat.

Brunson gewann ebenfalls seine letzten fünf Kämpfe, vier davon durch technischen Knockout in der ersten Runde. Der 32 Jahre alte US-Amerikaner ist ein Ringer, hat sich jedoch unter der Führung der Meistertrainer bei Jackson-Wink MMA zu einem gefährlichen Standkämpfer weiterentwickelt. Das hält Whittaker allerdings nicht davon ab, seinem aggressiven Kampfstil nachzugehen. Obwohl Brunson den trickreichen Uriah Hall in der ersten Runde ausgeknockt hat und Whittaker mit ihm über die volle Distanz musste, sieht sich Whittaker im Stand im Vorteil.

„Derek Brunson kann definitiv sehr gut ringen und er ist stark und schlagkräftig“, sagt Whittaker. „Aber wenn er im Stand mit mir kämpfen will, wird es für ihn übel ausgehen. Ich werde nicht zulassen, dass er mich in seine Welt holt. Stattdessen werde ich ihn aus seiner Komfortzone herausholen und im Stand Druck ausüben.“

Whittaker hat bislang noch nie sein Versprechen gebrochen, aufregende Kämpfe zu liefern. Mit Brunson als Gegner wird er es auch diesmal mit Sicherheit einlösen.

„Ich glaube, das wird eine unglaubliche Schlacht, aber früher oder später werde ich ihn brechen“, sagt Whittaker. „Ich werde ihn mental brechen und ich werde ihn körperlich brechen und den Kampf dann vorzeitig beenden.“

UFC FIGHT PASS überträgt die „UFC Fight Night“ in Melbourne, Australien in der Nacht vom 26. auf den 27. November live und exklusiv.

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Samstag, April 20
St Petersburg, Russia

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