UFC 156: Jose Aldo bleibt Weltmeister

Brasilianer triumphieren bei UFC 156. Hier findet ihr alle Informationen zu der Veranstaltung in Las Vegas, Nevada.
Frankie Edgar bestritt bei UFC 156 seinen dritten Weltmeisterschaftskampf in Folge. Zum dritten Mal in Folge hatte er dabei das Nachsehen. Allerdings nicht im Leichtgewicht, sondern erstmals in seiner Karriere im Federgewicht. Der Gegner war ein anderer, das Ergebnis dasselbe. Jose Aldo und nicht Benson Henderson trat zur Titelverteidigung an, aber erneut entschieden sich die drei Punktrichter nach einem engen Kampf über 25 Minuten nicht für Edgar.

Mit Lowkicks und seiner Rechten gestaltete Aldo die ersten beiden Runden erfolgreich für sich. Mitte der zweiten Runde holte er Edgar mit einem Lowkick sogar von den Beinen. Aldo bewegte sich schneller und spritziger als sein Herausforderer und entkam so den meisten seiner Angriffe.

Edgar versuchte es zu Beginn von Runde drei mit einem Takedown, aber Aldo sprang sofort auf die Beine zurück. Seine Lowkicks zeigten noch keine Wirkung, denn Edgar tänzelte weiter leichtfüßig durch das Octagon und fand immer besser in seinen Rhythmus.

Nach einigen Schlagwechseln in der Anfangsphase der vierten Runde überraschte Edgar Aldo mit einem gewaltigen Slam. Aldo stand wieder auf, doch Edgar umklammerte ihn und attackierte mit Kniestößen zu den Beinen.

In Runde fünf landete Edgar einige Schlagkombinationen. Aldo konterte und verteidigte Edgar Takedownversuche. Kurz vor Ende des Kampfes setzte er mit einem Superman Punch ein letztes Ausrufezeichen.

Die Punktrichter werteten den Kampf mit zweimal 49-46 und einmal 48-47 für den alten und neuen Federgewichtsweltmeister Jose Aldo.

Nogueira und Evans enttäuschen

Weder der Brasilianer Antonio Rogerio Nogueira noch der ehemalige Weltmeister Rashad Evans konnte sich mit seiner Leistung für einen Titelkampf im Halbschwergewicht empfehlen.

Nogueira erzielte seine besten Treffer mit seinem Jab und seiner linken Geraden. Evans schlug zwar mehr Kombinationen, erzielte jedoch kaum Wirkungstreffer. Boxerisch war Nogueira an diesem Abend überlegen.

Beide Kämpfer wirkten im Verlauf der drei Runden etwas träge und versuchten nie, ein vorzeitiges Ende zu forcieren. Evans punktete zwar mit Takedowns, konnte Nogueira jedoch nie lange genug am Boden halten, um größeren Schaden anzurichten.

Die drei Punktrichter sahen Nogueira nach 15 Minuten mit jeweils 29-28 vorne.

Silva schockt Overeem

Unterschätze niemals einen Gegner, insbesondere wenn er ein Berg von einem Mann ist und über große Schlagkraft verfügt. Das weiß jetzt auch der Holländer Alistair Overeem, der sein Comeback gegen den Brasilianer Antonio Silva vor wenigen Tagen noch als „Aufwärmkampf“ bezeichnet hatte.

Overeem, der 2010 den World Grand Prix von K-1 gewann, nahm die Schläge von Silva nicht ernst, sondern kämpfte weitestgehend mit heruntergelassener Deckung. In Runde eins wurde ihm das noch nicht zum Verhängnis. Overeem traf im Clinch mit Kniestößen und kurzen Schlägen und verteidigte alle Takedowns.

In der zweiten Runde gelang es Overeem, Silva zu Boden zu bringen. Aus dessen Guard heraus setzte er ihm mit Ground and Pound zu. 30 Sekunden vor Schluss ging es in den Stand zurück. Nun traf Silva Overeem mit Thaiboxattacken, aber der grinste und nickte nur.

Zu Beginn der dritten Runde stürmte Silva auf Overeem zu und stellte ihn am Käfig. Dann feuerte er einen Schlaghagel ab. Overeem ging schwer getroffen zu Boden, woraufhin der Ringrichter den Kampf nach 25 Sekunden.

Maia neutralisiert Fitch

Der Brasilianer Demian Maia stellte mit Jon Fitch genau das an, was Fitch normalerweise mit seinen Gegnern anstellt: Er neutralisierte ihn drei Runden lang und ließ ihm keine Chance, sich zu entfalten.

Fast die komplette erste Runde verbrachte Maia in der Back Mount. Der ehemalige BJJ-Weltmeister arbeitete auf einen Rear Naked Choke hin, aber Fitchs Defensive war wie gewohnt enorm stark. Genau so verlief auch Runde zwei.

Fitch wusste, dass er nach Punkten hinten lag und eröffnete die dritte Runde mit einem Tritt zum Kopf. Maia fing das Bein ab und brachte Fitch abermals zu Boden. Diesmal konterte Fitch und versuchte es mit einem Guillotine Choke, aber Maia entwischte ihm und holte sich erneut die Back Mount.

Die Punktrichter gaben den Sieg mit drei Wertungen von 30-27 an Maia, der nun seit seinem Wechsel ins Weltergewicht drei Kämpfe in Folge gewonnen hat.

Benavidez schlägt McCall

Wenige Monate nach der Niederlage im ersten Fliegengewichtstitelkampf in der Geschichte der UFC ist Joseph Benavidez auf dem besten Wege, eine zweite Chance auf den Weltmeistertitel zu erhalten. Gegen Ian McCall untermauerte er seine Spitzenposition im Fliegengewicht.

McCall war ringerisch stärker und brachte Benavidez mehrere Male zu Boden, ohne daraus jedoch Kapital schlagen zu können. Benavidez hingegen erzielte mit Tritten und Schlagkombinationen die effektivsten Treffer des Kampfes.

Die Punktrichter werteten den Kampf dreimal 30-27 für Benavidez.

Debütanten siegen im Vorprogramm

Evan Dunham erkämpfte sich gegen den Brasilianer Gleison Tibau einen geteilten Punktsieg.

Der ehemalige Strikeforce-Titelherausforderer Tyron Woodley schlug Jay Hieron nach 36 Sekunden der ersten Runde KO.

Der Strikeforce-Import Bobby Green zwang Jacob Volkmann nach 4:55 Minuten der dritten Runde mit einem Rear Naked Choke zur Aufgabe.

Der zweite Strikeforce-Import Isaac Vallie-Flagg besiegte Yves Edwards geteilt nach Punkten.

Der Neuling Dustin Kimura brachte Chico Camus nach 1:50 Minuten der dritten Runde mit einem Rear Naked Choke und erhöhte seine Kampfbilanz damit auf beeindruckende 10-0.

Francisco Rivera setzte sich gegen Edwin Figueroa nach 4:20 Minuten der zweiten Runde mittels technischen Knockouts durch.

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