Renan Barao kämpft gegen McDonald und Gewicht

Der Kämpfer mit der längsten aktuellen Siegesserie verteidigt seinen Interimstitel im Bantamgewicht am 16. Februar bei UFC on Fuel TV 7.
Renan Barao ist seit 30 Kämpfen ungeschlagen – ein einsamer Rekord. Seine lange Siegesserie führte den Brasilianer allerdings erst im vergangenen Jahr zu einem Weltmeistertitel. Im Juli 2002 besiegte er das einstige WEC-Aushängeschild Urijah Faber bei UFC 149 einstimmig nach Punkten und gewann damit die Interimsweltmeisterschaft im Bantamgewicht.

„Mein Leben hat sich seitdem komplett geändert“, sagt Barao. „Meine jahrelang harte Arbeit wird endlich gewürdigt. Alles habe ich nur Gott zu verdanken. Ich habe viele Jahre hart gearbeitet, ohne dass es jemand gewürdigt hätte. Aber ich wusste, dass meine Zeit kommen würde, wenn ich weiter trainiere, kämpfe und meine Ziele erreiche. Gott sei Dank bringt man mir nun den nötigen Respekt entgegen.“

Vor Faber hat der 25 Jahre alte Barao im Octagon erfahrene Kämpfer wie Cole Escovedo, Brad Pickett und Scott Jorgensen geschlagen und es leicht aussehen lassen. Seine eigentlichen Gegner muss Barao nicht fürchten. Das Abkochen auf 61 Kilogramm, was jedes Mal einen langen Leidensweg für ihn bedeutet, ist stets sein größter Gegner.

„Das Gewicht machen ist der Teil eines Kampfes, der mich nervösesten macht“, sagt Barao. „Ich leide richtig und muss vieles opfern. Noch fühle ich mich in meiner derzeitigen Gewichtsklasse wohl, aber wenn Jose Aldo in naher Zukunft ins Leichtgewicht wechselt, werde ich keine Sekunde zögern und ins Federgewicht gehen.“

Barao kämpfte früher im Federgewicht, doch als er zu WEC ging, entschied sein Trainer, dass er im Bantamgewicht antreten muss, da sein Trainingspartner und Teamkollege Jose Aldo bereits im Federgewicht der Champion war – und der Trainer wollte einen weiteren Champion in seinem Team haben.

Das lange Warten auf Dominick Cruz

Derzeit ist Barao „nur“ der Interimsweltmeister im Bantamgewicht. Der wahre Weltmeistertitel ist in den Händen des Langzeitverletzten Dominick Cruz, der immer noch an einer Knieverletzung laboriert. Barao wollte auf dessen Genesung warten, doch da Cruz nicht vor Ende dieses Jahres zurückkehren kann, muss Barao seinen Titel in der Zwischenzeit verteidigen.

„Ich habe die schlechte Nachricht gut verkraftet, denn viele Menschen aus meinem Umfeld waren sich sicher, dass ich als nächstes nicht gegen Cruz kämpfen werde“, sagt Barao. „Mein Ziel war und ist es, gegen ihn zu kämpfen, denn ich will die beiden Titel vereinigen. Leider ist er momentan gesundheitlich nicht in der Lage, gegen mich anzutreten.“

Erstmals um seinen Titel herausgefordert wird Barao am 16. Februar bei UFC on Fuel TV 7 in London vom jungen Senkrechtstarter Michael McDonald.

„Ich hatte mir schon gedacht, dass ich gegen McDonald kämpfen muss“, sagt Barao. „Er hat in der UFC bislang nur gewonnen und mehrere gute Knockouts erzielt. Dieser Kampf ist sinnvoll, aber ich hätte mich natürlich viel mehr gefreut, wenn es gegen Cruz gegangen wäre.“

Barao, ein Schwarzgurt im brasilianischen Jiu-Jitsu und ein sehr präziser Thaiboxer, hat eine gesunde Portion Respekt vor seinem Herausforderer. Daran, dass McDonald der Erste sein wird, der ihn seit April 2005 besiegen wird, glaubt er jedoch nicht.

„McDonald ist ein junger, starker Kämpfer und er ist eines der größten Nachwuchstalente in unserem Sport“, sagt Barao. „Ich denke, er wird versuchen, mich KO zu schlagen – genau wie seine letzten beiden Gegner. Aber ich bin darauf vorbereitet und weiß, wie ich das verhindern kann. Und dann werde ich ihn einfach selbst KO schlagen!“

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