Correia ist vor Holm-Kampf zuversichtlich

Es gibt nur eine Bethe Correia. Da müsst ihr nur die ehemalige Titelherausforderin im Bantamgewicht fragen, die am Samstag bei der „UFC Fight Night“ in Singapur gegen Holly Holm kämpft.

„Menschen wollen sich mit jemandem identifizieren, der den Mut aufbringt, das auszusprechen, was sie denken“, sagte Correia. „Sie wollen keine Menschen bewundern, die ängstlich oder falsch sind. Und wie viele sind so? Viele. Ich bin selten, ich bin einzigartig, ich bin eine Ausnahme. Es gibt nur eine Bethe Correia – im Leben und in der UFC.“



Für manche mag sich das kühn anhören, aber sie hat womöglich Recht. Im Laufe von sieben Kämpfen und fast vier Jahren in der UFC durchlebte die 33 Jahre alte Brasilianerin aus Campina Grande einige Höhen und Tiefen. Sie hat nicht nur alle Hürden überwunden, sie steht nun auch zum zweiten Mal in einem Hauptkampf. Nicht viele ihrer Kolleginnen können das von sich behaupten.

„Ich glaube, das ist eine Anerkennung meiner Arbeit“, sagte Correia über den Hauptkampf gegen Holm. „Ich arbeite hart, ich scheue keine Herausforderung und ich habe keine Angst vor schwierigen Gegnerinnen. Ich habe vor nichts und niemandem Angst. Ich bin eine authentische, wagemutige Sportlerin und ich sage immer die Wahrheit. Das ist eine großartige Eigenschaft, selbst wenn diese Wahrheiten meine Konkurrentinnen nerven. Ich habe keine Angst vor Kritik und ich glaube an meine Fähigkeiten, egal in welcher Situation. Ich freue mich, im Hauptkampf zu stehen, denn das ist eine Möglichkeit, noch bekannter zu werden und mir eine Chance auf einen Titelkampf zu erarbeiten.“

Correira ist derzeit die Nummer 11 im Bantamgewicht. Seit sie vor knapp zwei Jahren in ihrer Heimat Brasilien von Ronda Rousey ausgeknockt wurde, erkämpfte sie sich eine Bilanz von 1-1-1 im Octagon. Sie bezwang Jessica Eye, verlor gegen Raquel Pennington und trennte sich von Marion Reneau unentschieden. Nach ihrer Niederlage gegen Rousey hatte sie es nicht leicht, aber seit sie den Hype vor dem Weltmeisterschaftskampf gegen den amerikanischen Superstar hautnah miterlebte, ist sie gefühlsmäßig auf alles vorbereitet.

„Der Kampf gegen Ronda war eines der unglaublichsten Erlebnisse, das mir in meiner Profi-Laufbahn begegnet ist“, sagte Correia. „Mit dem Ergebnis hatte ich nicht gerechnet, aber ich erkannte, dass ich noch stärker bin, als ich dachte. Viele Menschen wissen nicht, wie man mit Niederlagen umzugehen hat und ich dachte, ich sei einer dieser Menschen. Es ist schön, unbesiegt zu sein. Aber ich lernte aus meiner Niederlage, ich habe daraus neuen Mut geschöpft. Ich kam stärker, klüger und reifer zurück. Mit jede Kampf entwickle ich mich weiter. Nachdem ich verloren hatte, hatte ich ein noch stärkeres Verlangen, mich zu verbessern und in allen Bereichen ein absoluter Profi zu sein.“

Auch wenn Holm, eine ehemalige Weltmeisterin im Bantamgewicht, zuletzt dreimal in Folge verloren hat, wäre ein Sieg über sie eine große Sache – und das nicht nur, weil die US-Amerikanerin die Nummer 5 im Bantamgewicht ist. Auf den Hauptkampf sind in der Regel alle Augen gerichtet. Holm ist noch immer eine der besten Standkämpferinnen der Welt – und der „Pitbull“ aus Brasilien liebt es, im Stand zu kämpfen. Warum sollte sie ihre Fähigkeiten im Standkampf nicht gegen eine der Besten ihrer Zunft testen? Weil das immer noch ein MMA-Kampf ist.

„Ich fordere mich gerne selbst heraus“, sagte Correia. „Ich bin eine Sportlerin, die sich nicht scheut, Risiken einzugehen. Ich habe keine Angst, gegen sie im Stand zu kämpfen, aber das ist ein MMA-Kampf und ich bin eine MMA-Kämpferin. Ich komme in allen Disziplinen gut zurecht. Ich kann mich an jede Situation anpassen – auf dem Boden, im Stand, im Clinch. Ich repräsentiere den MMA-Sport, ich bin das Gesicht des MMA-Sports – in allen Bereichen des Kampfes und in der Einstellung.“

Für Correia hängt die Entscheidung über Sieg oder Niederlage nicht nur von Technik und Kondition ab, sondern auch von Einstellung und Selbstvertrauen. Sie hat von allem genug, aber das kommt nicht von ungefähr. Und genau das, erklärt sie, ist vielleicht der Grund, wieso sich die Fans mit ihr identifizieren können.

„Wenn ich schlafen gehe, dann denke ich darüber nach, was ich gut kann und wenn ich über meine Fehler nachdenke, dann überlege ich, wie ich es besser machen kann – ich glaube, dass mein Selbstvertrauen von meinem Optimismus herrührt“, sagte Correia. „Ich sehe in meinen Fehlern eine Chance, es besser zu machen, es zu verbessern. Ich komme aus einer sehr starken Familie. Wenn ein Problem auftaucht, suchen wir nach einer Lösung, anstatt zu verzweifeln. Selbst wenn ich an einem Tag etwas falsch mache, versuche ich es am nächsten Tag erneut – ich gebe niemals auf. Egal was passiert, ich gebe immer mein Bestes und suche nach einer Lösung. Die Welt braucht Menschen, die nicht aufgeben. Selbst wenn sie fallen, stehen sie wieder auf. Daher identifizieren sich die Menschen mit mir.“

Die „UFC Fight Night“ in Singapur läuft am 17. Juni live und exklusiv auf UFC FIGHT PASS.

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