Bisping wärmt sich mit Belfort für Titelkampf auf

Der Engländer kämpft am 19. Januar bei UFC on FX 7 um einen Weltmeisterschaftskampf.
Seit fast sechseinhalb Jahren kämpft Michael Bisping in der UFC. Dreizehn Kämpfe hat er in dieser Zeit gewonnen. Ein Weltmeisterschaftskampf war nicht dabei. Noch nicht. Gewinnt Bisping am 19. Januar den Hauptkampf von UFC on FX 7 gegen den Brasilianer Vitor Belfort, darf er Anderson Silva um den Mittelgewichtstitel herausfordern.

„Ich bin dazu bestimmt, eines Tages Weltmeister zu werden“, sagt Bisping. „Niemand trainiert so hart wie ich. Ich habe alle nötigen Fähigkeiten, um den Titel zu gewinnen und ich bin mental stark genug. Vielleicht war ich in der Vergangenheit noch nicht bereit. Jetzt bin ich es aber zu 100%. Ich bin einer der besten Kämpfer der Welt. Kämpferisch und athletisch war ich noch nie so gut.“

Zweimal hatte Bisping bislang die Gelegenheit, sich einen Titelkampf zu verdienen, aber beide Male hatte der 33 Jahre alte Engländer sie nicht genutzt. Im Juli 2009 unterlag er Dan Henderson, im Januar 2012 unterlag er Chael Sonnen.

„Ich war bereits an dieser Stelle“, sagt Bisping. „Die ersten beiden Male lief es nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Daran habe nur ich Schuld. Ich hatte die Chance und habe sie vermasselt. Gegen Belfort werde ich sie nicht vermasseln.“

Von Löwen und Hühnern

Für gewöhnlich kämpft Bisping besser, wenn er seine Gegner nicht leiden kann. Sobald sie sich nur ein klein wenig abfällig über ihn äußern, springt er darauf an und packt seine Sprüche aus. Mit Belfort verband ihn bis vor eine Woche noch ein gutes Verhältnis, da sie sich bei UFC 152 eine Umkleidekabine teilten. Im Rahmen einer Pressekonferenz nannte Belfort seinen Gegner vor brasilianischen Journalisten einen „Hooligan“. Das hätte er besser nicht tun sollen.

„Ich sah ihn bei diesem Termin, er ist ein großer Muskelberg geworden“, sagt Bisping. „Kräftige Arme, Schultern und Brustmuskeln – wie gemacht für Gepose am Strand. Dann habe ich seine kleinen Beinchen aus seinem Hintern stechen sehen. Er hat den Oberkörper eines Löwen, aber die Beine eines Hühnchens. Er hat auch das Herz eines Hühnchens. Er ist ein professioneller Rüpel. Wenn man ihn machen lässt, wird man in kurzer Zeit auseinandergerissen, aber wenn man zurückschlägt und ihn müde macht, zieht er den Schwanz ein und macht gar nichts mehr.“

Trotz seiner Sprüche weiß Bisping um die Klasse seines Gegners, der noch im September um die Weltmeisterschaft im Halbschwergewicht kämpfte. Belfort ist eine lebende Legende, die bereits 1997 im Octagon stand.

„Ich habe großen Respekt vor Vitor“, sagt Bisping. „Neben Anderson Silva ist er meiner Meinung nach der gefährlichste Kämpfer in der Mittelgewichtsklasse. Er ist die perfekte Aufwärmübung für ihn. Er ist ein Rechtsausleger, Anderson ist ein Rechtsauslager. Beide sind unglaubliche Standkämpfer. Wenn ich Vitor besiege, habe ich den Titelkampf verdient.“

Belfort kann Bisping im Stand in der Tat sehr gefährlich werden. Aufpassen muss Bisping insbesondere auf dessen große Schlagkraft. Mit seinem temporeichen Kampfstil will Bisping verhindern, dass sich Belfort entfalten kann.

„Ich werde ihm mit meinen Bewegungen und meiner Schnelligkeit viele Probleme bereiten“, kündigt Bisping an. „Seine letzten Siege waren über Gegner, die ziemlich leicht zu treffen sind. Ich bin das nicht, ich bin leichtfüßig. Ich werde am Samstag Druck machen und das vorzeitige Ende suchen. Ich will keinen Punktsieg, sondern ihn zerlegen. Nach der ersten Runde wird er nur noch ein wandelnder Sandsack sein – von da an habe ich leichtes Spiel.“

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