Cung Le: Der Mann mit den eisernen Füßen

Am 10. November tritt Cung Le im Hauptkampf des China-Debüts der UFC in Macao gegen Rich Franklin an.
Cung Le ist in diesen Monaten ein vielbeschäftigter Mann. Neben der Vorbereitung auf seinen historischen Kampf gegen Rich Franklin bei UFC on Fuel TV 6 in Macao, dem China-Debüt der UFC, bewirbt er derzeit auch seinen neuesten Kinofilm. In „Man with the Iron Fists“, dem Erstlingswerk des Wu-Tang-Rappers RZA, das ab dem 29. November auch in deutschen Kinos zu sehen sein wird, spielt Le Seite an Seite mit Hollywoodgrößen wie Russell Crowe und Lucy Liu.

„Der wichtigste Teil des Trainings hat in den letzten Wochen stattgefunden, deswegen machen mir die ganzen Pressetermine nicht so viel aus“, sagt der 40 Jahre alte Standkampfexperte. „Seit ein paar Tagen geht es nur noch darum, geschmeidig und spritzig und fit zu bleiben. Dafür muss ich nicht mehrere Stunden trainieren. Ich sehe zu, dass ich trotz der Termine immer eine Trainingseinheit am Tag absolvieren kann – das ist mir bislang gut gelungen.“

Sein neuer Film handelt von einem Mann mit eisernen Fäusten, Le selbst ist eher der Mann mit den eisernen Füßen. Die spektakulären Kicks, die er aus seiner Paradisziplin, dem chinesischen San Shou bzw. Sanda, kennt, haben ihn schnell zu einem Liebling der Fans gemacht.

In seinem letzten Kampf, im Juli bei UFC 148 gegen Patrick Cote, erlitt er jedoch nach einem knallharten Tritt zum Kopf seines Gegners ein Knochenmarködem. Trotz seiner Fußverletzung stieg Le sofort wieder ins Training ein, damit er an diesem Samstag in Macao kämpfen kann.

„Ich habe alles getan, was möglich war, um rechtzeitig wieder fit zu werden“, sagt Le. „Angefangen von Ultraschallbehandlungen über Tiefengewebsmassagen bis hin zum Aderlass. Momentan ist der Fuß noch nicht 100% geheilt, aber bis zum Kampfabend wird er das hoffentlich sein. Und selbst wenn nicht, werde ich auf jeden Fall kämpfen. China ist für mich die Wiege der Kampfkünste. Meine Wurzeln liegen in den chinesischen Kampfkünsten, daher wollte ich diese Veranstaltung auf gar keinen Fall verpassen.“

Vor kurzem reiste Le zehn Tage lang durch Asien, um für die erste Veranstaltung der UFC im bevölkerungsreichsten Land der Erde, zu werben. Bei seinen Aufenthalten in Macao, Hong Kong, Shanghai und seiner Heimat Vietnam hat er hautnah erlebt, wie groß dort schon die Begeisterung für die Mixed-Martial-Arts ist.

„Der Sport wächst sehr schnell, und auch die großen Medien finden immer mehr Interesse daran“, erzählt Le. „Allerdings müssen die Menschen weiter aufgeklärt werden, damit sie auch die Bodenkampfaspekte des Sports verstehen, das Ground and Pound, die Aufgabegriffe und so weiter. In China gibt es kaum einen Menschen, der nicht irgendeine Art von Kampfsport mag.“

Von Bodenkampf müssen die Zuschauer in Macao allerdings wenig Ahnung haben, wenn Le die Kampffläche betritt – sieben seiner acht Siege erzielte er durch Knockout oder TKO. Seine stärkste Waffe sind seine vielseitigen Tritte. Dieser Offensive im Stand verdankt er es auch, dass einige Filmemacher auf ihn aufmerksam geworden sind, sodass er sich neben dem Kampfsport eine zweite Karriere als Actiondarsteller aufbauen konnte, die immer mehr an Fahrt gewinnt. Glücklicherweise ist er aber noch nicht bereit, dem Octagon den Rücken zu kehren.

„Natürlich könnte ich mich zurücklehnen, nur noch Filme drehen und mein Geld auf leichtere Art verdienen“, sagt Le. „Aber ich liebe es einfach zu sehr, zu trainieren, zu kämpfen und mich mit starken Kontrahenten wie Rich Franklin zu messen, der in der UFC schon Weltmeister war und so vieles erreicht hat. Solche Kämpfe treiben mich an, und ich freue mich, die Fans auch weiterhin nicht nur auf der Leinwand, sondern auch im Octagon unterhalten zu können.“

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