Rich Franklin ist ein Wegbereiter für die UFC

Bei UFC on Fuel TV 6, dem China-Debüt der UFC, trifft Rich Franklin im Hauptkampf auf Cung Le.
Rich Franklin ist ein absoluter Vorzeigekämpfer. Er trainiert hart, redet nie schlecht über seine Gegner und kann als früherer Mathematiklehrer auch auf eine erfolgreiche berufliche Laufbahn vor dem Kampfsport zurückblicken. Versucht die UFC ein neues Gebiet zu erobern, ist Franklin oftmals vorne mit dabei.

Nachdem der eloquente US-Amerikaner bereits bei den UFC-Debüts in Irland und Deutschland im Hauptkampf gestanden hat, wird er am 10. November auch UFC on Fuel TV 6 in Macao anführen, die erste UFC-Veranstaltung in China.

„Es ist mir eine riesengroße Ehre, in einem neuen Land für die UFC den Weg zu bereiten“, sagt Franklin. „Ich freue mich, nun auch in China kämpfen zu dürfen, wo der Kampfsport eine lange Tradition hat. Daher war es auf unserer Pressetour auch viel leichter, den Chinesen die Mixed Martial Arts zu erklären – sie haben das Konzept verstanden. Im Gegensatz zu den Deutschen, die uns damals als menschliche Hahnenkämpfer betrachteten. Es war wie in den alten Zeiten, als wir alle Politiker gegen uns hatten. In China sieht das anders aus.“

Bei seiner Mission „Aufklärung über MMA“ kommt es Franklin ganz gelegen, dass er sich außerordentlich gut mit seinem Gegner Cung Le versteht. Für beide ist ihr Kampf am Samstag lediglich ein Teil ihres Jobs, keine persönliche Angelegenheit.

„Cung und ich sind die einzigen Gegner bei dieser Veranstaltung, die privat miteinander befreundet sind“, sagt Franklin. „Während unserer Pressetour durch Asien haben wir täglich zusammen gefrühstückt. Aber wenn wir beide uns im Octagon gegenüberstehen, werden die Zuschauer garantiert auf ihre Kosten kommen. Die Menschen werden dann merken, dass gegenseitiger Hass keine Voraussetzung für einen guten Kampf sein muss.“

Aufgrund ihrer Freundschaft haben Franklin und Le im Vorfeld von UFC on Fuel TV 6 auch nur lobende Worte füreinander übrig.

„Cung hat seit klein auf in traditionellen Kampfkünsten trainiert“, sagt Franklin. „Solche Kämpfer sind immer sehr gefährlich, da sie ungewöhnliche Techniken beherrschen, auf die man sich nur schwer vorbereiten kann. Ich muss mich vor allem vor seinen gedrehten Kicks in Acht nehmen. Er kann sie immerzu einsetzen, da er wegen seiner guten ringerischen Defensive keine Angst haben muss, nach einem abgefangenen Kick gleich auf den Boden geworfen zu werden.“

Franklin und Le, die 38 bzw. 40 Jahre alt sind, werden am Samstag die älteste Kampfpaarung des Jahres bilden. Nachdem Franklin zwischen September 2008 und Juni 2012 oberhalb der Mittelgewichtsklasse kämpfte, in der er 2005 die Weltmeisterschaft gewann, kehrt er wieder ins Limit bis 84 Kilogramm zurück. Doch anstatt nochmals einen Lauf in Richtung Titelkampf in Angriff zu nehmen, muss er sich mit ersten Rücktrittsgedanken auseinander setzen.

„Ich weiß, dass die Zeit gegen mich spielt“, sagt Franklin. „Matt Hughes, Chuck Liddell, Randy Couture und ich haben schon in der UFC gekämpft, als sie noch nicht im Mainstream angekommen war – und jetzt sind sie alle weg. Selbst Stephan Bonnar, der nach mir in die UFC kam, ist schon zurückgetreten. Ich bin der letzte Mohikaner.“

Ein Grund für Franklins anhaltende Begeisterung für den MMA-Sport ist, dass man in dieser Sportart nie auslernt – dafür gibt es in den unterschiedlichen Disziplinen viel zu viele Techniken. Und jedes Mal, wenn man wieder einige neue Fähigkeiten erlernt hat, möchte man sie gegen fähige Gegner auf die Probe stellen.

„Ich arbeite immer noch daran, mein Handwerk zu perfektionieren“, erklärt Franklin. „Im Kampf stelle ich mein System gegen das System meines Gegners. Das läuft daraus hinauf, dass ich behaupte: Was ich getan habe, ist besser als das, was du getan hast – und ich bin hier, um der Welt das zu beweisen. Als nächstes am Samstag gegen Cung Le.“

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