Ronda Rousey: Frauenpower in der UFC

UFC 157 präsentiert am 23. Februar den ersten Frauenkampf in der Geschichte der UFC.
Frauen im Octagon? „Niemals!“, sagte UFC-Präsident Dana White noch vor wenigen Monaten. Dann entdeckte er Ronda Rousey und seine Meinung änderte sich schlagartig. „Sie ist gemein, bösartig und erbarmungslos“, schwärmt White.

Rousey ist die erste Frau in der UFC. Der erste Frauenkampf in der UFC findet am 23. Februar bei UFC 157 statt. Das geschichtsträchtige Duell zwischen Rousey und Liz Carmouche ist sogar der Hauptkampf der Veranstaltung.

„Ich denke, dass wir am Samstag einiges zu beweisen haben“, sagt Rousey. „Ich garantiere euch, dass niemand enttäuscht sein wird. Wir Frauen sind jetzt ein Teil der UFC und wir werden hier für Furore sorgen. Wenn wir Frauen kämpfen, stecken wir genauso viel Herz und Seele in unsere Kämpfe wie die Männer.“

Die vorläufige Weltmeisterin

Die UFC ernannte Rousey zur Weltmeisterin im Bantamgewicht, da sie bei ihrer Verpflichtung die amtierende Titelträgerin von Strikeforce war. Diesen Titel, den prestigeträchtigsten, den man zu der Zeit als Frau gewinnen konnte, erkämpfte sie sich in ihrem ersten Jahr als Profi.

„Ich weiß es zu schätzen, dass ich zur ersten Weltmeisterin in der UFC gekrönt wurde. Aber ich betrachte mich erst dann als richtige Weltmeisterin, wenn ich meinen Titel zum ersten Mal im Octagon verteidigt habe“, sagt die 25 Jahre alte Kalifornierin. „Die UFC hat mir mit ihrer Entscheidung viel Verantwortung übertragen. Darauf bin ich sehr stolz. Ich werde ihr das in mich gesetzte Vertrauen zurückzahlen.“

Die erste Gegnerin von Rousey ist die ehemalige Soldatin Liz Carmouche, eine Veteranin des US Marine Corps. Carmouche ist eine vielseitige Kämpferin, eine schnelle Boxerin mit einem braunen Gürtel im Jiu-Jitsu. Als es darum ging, eine Gegnerin für Rousey zu suchen, war sie diejenige, die am lautesten „Hier!“ rief.

„Ich kämpfe gegen Liz Carmouche, weil sie die einzige Kämpferin ist, die diesen Kampf wirklich wollte“, sagt Rousey. „Seit ich von der UFC verpflichtet wurde, versuchte sie jeden Tag, sich diesen Kampf unter den Nagel zu reißen. Das hat sie geschafft, sie hat bekommen, was sie wollte. Was sie sich damit eingebrockt hat, werdet ihr am Samstag sehen.“

Nahe an der Perfektion

Derzeit ist Rousey die unangefochtene Nr. 1 der Welt, eine absolute Ausnahmeathletin. Das war sie auch vor ihrem MMA-Debüt. 2008 gewann sie im Judo die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen. Der beste Beweis dafür, dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, denn ihre Mutter Dr. Ann De Mars ist die erste Judo-Weltmeisterin aus den USA.

Rousey beendete ihre drei Amateurkämpfe und ihre sechs Profikämpfe jeweils in der ersten Runde mit ihrem Markenzeichen, dem Armhebel. Jede Gegnerin weiß, was sie erwartet, aber keine hat es bislang verhindert. Rousey ist es allerdings wichtig, nicht nur auf ihre Judowürfe und ihren Armhebel reduziert zu werden.

„Die Menschen haben noch nicht viel anderes von mir gesehen, also denken sie automatisch, meine anderen Fähigkeiten wären nicht sehr gut“, sagt Rousey. „Tun sie das nicht, würden sie die Hoffnung verlieren, mich je geschlagen zu sehen, denn das, was man bislang von mir gesehen hat, war nahe an der Perfektion.“

Alle Augen werden am 23. Februar auf Rousey gerichtet sein. Sie ist ein Star, der ein Superstar werden kann. Die Qualitäten dazu hat sie. Menschen und Medien sind von Rousey fasziniert. Sie ist nicht nur eine tadellose Kämpferin, sondern auch gutaussehend, witzig und selbstbewusst. Alle namhaften Zeitungen, Zeitschriften und Fernsehsendungen berichten derzeit über sie. Ständig wird sie von irgendeinem Filmteam begleitet. Ob sie da noch den Kopf frei fürs Kämpfen hat, wird sich in wenigen Tagen herausstellen.

„Der Druck, unter den ich mich selbst setze, ist viel größer als der Druck, der von außen kommt“, sagt Rousey. „Ich will am Samstag viel mehr für mich gewinnen als für alle anderen.“

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