Georges St. Pierre feiert glorreiches Comeback

Kein Titelwechsel bei UFC 154, Johny Hendricks trumpft auf. Hier findet ihr alle wesentlichen Informationen zur Veranstaltung aus Montreal, Quebec, Kanada.
Stärker und besser als je zuvor – Georges St. Pierre kehrte bei UFC 154 in seiner Heimatstadt Montreal nach 19-monatiger Verletzungspause ins Octagon zurück. Ohne jegliche Anzeichen von Ringrost lieferte sich der Weltmeister im Weltergewicht mit seinem zähen Herausforderer Carlos Condit eine packende Schlacht über fünf Runden.

GSP ging von Beginn an mit seinem Jab zu Werke. Nach weniger als zwei Minuten erzielte er sein erstes Takedown. Schläge und Ellenbogenstöße zum Kopf und Körper von Condit waren seine Antwort auf die versuchten Aufgabegriffe seines Kontrahenten. Kurz vor Schluss der ersten Runde öffnete GSP mit einem scharfen Ellenbogenstoß eine Schnittwunde über Condits rechtem Auge.

Condit setzte anfangs der zweiten Runde sein komplettes Arsenal an Schlägen und Tritten ein, während GSP mit Jab und Cross arbeitete. Zwei Minuten vor dem Ende brachte GSP Condit problemlos zu Boden und griff wieder mit Ground and Pound an, ohne sich von Condits Aufgabegriffen gefährden zu lassen.

Es war ein typischer GSP-Kampf, bis Condit den Titelverteidiger in Runde drei mit einem linken Tritt zum Kopf von den Beinen holte. Condit folgte GSP auf die Matte und hämmerte mit Schlägen und Ellenbogenstößen auf ihn ein. GSP rettete sich auf die Beine zurück und antwortete mit seiner Rechten. Dann führte er erneut ein Takedown aus. Condit stand wieder auf und klammerte sich an einen Kimura, musste aber nochmals auf den Boden.

Beinahe hätte Condit zu Beginn der vierten Runde den Tritt zum Kopf ein zweites Mal erfolgreich durchgezogen, doch GSP blockte und konterte mit einem Takedown. Aus der Rückenlage attackierte Condit mit Schlägen und Ellenbogenstößen, aber sie waren nicht so wirkungsvoll wie das Ground and Pound von GSP. Condit versuchte es mit Armhebel, Kniehebel und Triangle Choke, doch GSP schüttelte alles problemlos ab.

In der fünften Runde warf Condit noch einmal alles in die Waagschale, aber der Jab von GSP und ein spätes Takedown hinderten ihn daran, den Kampf zu seinen Gunsten zu drehen.

Die drei Punktrichter werteten zweimal 50-45 und einmal 49-46 für Georges St. Pierre, der damit seinen Weltmeistertitel zum siebten Mal in Folge verteidigte. Der Superfight gegen Anderson Silva, den Weltmeister im Mittelgewicht, ist nun greifbar nahe.

„Ich habe mich in den letzten Monaten zu 100% auf Carlos Condit konzentriert“, sagte St. Pierre nach dem Kampf. „Jetzt brauche ich erst einmal etwas Urlaub, um über alles nachzudenken. Ich will die beste Entscheidung für mich, die UFC und die Fans treffen.“

Johny Hendricks schlägt Martin Kampmann KO

Der erfolgreiche College-Ringer Johny Hendricks untermauerte seine Vormachtstellung in der Weltergewichtsklasse mit einem blitzschnellen KO-Sieg über den Dänen Martin Kampmann.

Hendricks drängte Kampmann mit einem rechten Haken zurück und schickte seinen ehemaligen Trainingspartner dann nach 46 Sekunden mit seiner Linken schlafen – genau so, wie es ihm im Dezember 2011 gegen Jon Fitch gelungen war.

Mit Siegen über Kampmann, Fitch, Josh Koscheck und Mike Pierce hat Hendricks in den letzten eineinhalb Jahren seine größten Konkurrenten hinter sich gelassen. Nach seinem Auftritt bat er die UFC eindringlich um einen Weltmeisterschaftskampf.

Francis Carmont bezwingt Tom Lawlor

Der in Montreal trainierende Franzose Francis Carmont erhöhte seine Kampfbilanz in der UFC gegen den „Ultimate Fighter 8“-Teilnehmer Tom Lawlor auf 4-0.

Lawlor war der Aggressor in dem drei Runden langen Kampf, aber Carmont wehrte seine Versuche, in den Clinch zu gehen, mit harten Tritten zum Körper ab.

Die insgesamt größte Gefahr ging von Lawlor aus, der Carmont am Ende der ersten und der zweiten Runde im Guillotine Choke gefangen hatte.

Die Punktrichter waren nach dem Kampf geteilter Meinung: einer sah Lawlor mit 29-28 vorne, die anderen beiden gaben Carmont den Sieg mit jeweils 29-28.

Rafael dos Anjos demontiert Mark Bocek

Im Leichtgewicht überzeugte der Brasilianer Rafael dos Anjos gegen den Kanadier Mark Bocek mit seiner besten Leistung in der UFC.

Zwölfmal versuchte Bocek, seinen Gegner zu Boden zu bringen, zwölfmal verteidigte dos Anjos die Takedownversuche. In der zweiten und dritten Runde gelang dos Anjos selbst ein Takedown, und im Anschluss musste sich Bocek sowohl gegen dessen Ground and Pound als auch gegen dessen Aufgabegriffe verteidigen.

Das Ergebnis von dos Anjos‘ harter Arbeit waren drei Punktrichterwertungen mit 30-27.

Pablo Garza stürzt Mark Hominick ins Tal der Tränen

Einen besonders guten Tag hatte Pablo Garza erwischt. Er fügte dem Kanadier Mark Hominick, einem ehemaligen Titelherausforderer im Federgewicht, die vierte Niederlage in Folge zu.

Hominick hatte gut in den Kampf gefunden und Garza in der ersten Runde mit einem Körpertreffer auf den Boden befördert. Seine schnellen, geraden Schlagkombinationen waren das richtige Mittel gegen die wilden Attacken seines Gegners.

Obwohl Garza in Runde eins gut mit Hominick im Stand mitgehalten hatte, suchte er in den nächsten beiden Runden den Bodenkampf. Die Takedowns fielen ihm leicht, und Hominick fand überhaupt keine Antwort auf sein Ground and Pound.

Die Punktrichter gaben den Kampf nach drei Runden mit Wertungen von 29-27, 30-26 und 29-28 an Garza.

Das Vorprogramm von UFC 154


Patrick Cote, ein Lokalmatador aus Montreal, besiegte den Italiener Alessio Sakara nach 1:26 Minuten der ersten Runde durch Disqualifikation. Sakara hatte Cote mit unerlaubten Schlägen zum Hinterkopf KO geschlagen und wurde, da Cote nicht mehr weiterkämpfen konnte, dafür disqualifiziert.

Der Franzose Cyrille Diabate zwang den Debütanten Chad Griggs nach 2:24 Minuten der ersten Runde mit einem Rear Naked Choke zur Aufgabe.

Das Duell zweier kanadischer Standkämpfer entschied John Makdessi gegen Sam Stout mit einem einstimmigen Punktsieg für sich.

Der für Kanada startende Brasilianer Antonio Carvalho erkämpfte sich gegen den Brasilianer Rodrigo Damm einen geteilten Punktsieg.

Matthew Riddle besiegte den Engländer John Maguire einstimmig nach Punkten.

Ivan Menjivar, ebenfalls aus Montreal stammend, brachte den debütierenden Russen Azamat Gashimov nach 2:44 Minuten der ersten Runde mit einem Armhebel zur Aufgabe.

Darren Elkins bezwang Steven Siler einstimmig nach Punkten.

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