Manuwa lernt von seinen Gegnern

Überwältigende Power und schnelle Hände brachten Jimi Manuwa nach elf Siegen in Folge in die UFC. Bei keinem dieser Kämpfe waren die Punktrichter nötig und nur zwei davon gingen länger als eine Runde.

Im Octagon knüpfte Manuwa nahtlos daran an: Drei Kämpfe. Drei vorzeitige Siege.



Dreizehn Monate nach seinem UFC-Debüt hatte sich Manuwa in der Halbschwergewichtsklasse etabliert und galt bereits als künftiger Titelherausforderer. Und er hatte sich eine große Gelegenheit verdient: einen Hauptkampf in seiner Heimatstadt London gegen den schwedischen Star Alexander Gustafsson, der gerade erst Jon Jones bei UFC 165 an den Rand einer Niederlage gebracht hatte.

Obwohl Manuwa Heimvorteil und die Zuschauer in seiner Ecke hatte, war Gustafsson noch eine Nummer zu groß für ihn und fügte ihm die erste Niederlage seiner Karriere zu. In der Zeit danach half Gustafsson dem englischen Standkämpfer, die nächste Phase seiner Entwicklung einzuleiten – eine Phase, die noch immer andauert und regelmäßiges Training mit seinem ehemaligen Gegner beinhaltet.

„Das Training bei Allstars zeigte mir, was alles nötig ist, um an der Spitze mitmischen zu können“, sagte Manuwa über seine Arbeit mit Gustafsson im Allstars Training Center in Stockholm. „Ich habe mich unheimlich verbessert. Das Training mit Alex hat mir sehr geholfen und mich auf ein neues Level gehoben. Als ich in die UFC kam, war ich nur ein Talent – ich musste im tiefen Wasser schwimmen lernen.“

Die Niederlage gegen Gustafsson veranlasste Manuwa dazu, sich um die mentale Seite Gedanken zu machen und Änderungen vorzunehmen. Seine spätere Niederlage gegen den Titelherausforderer Anthony Johnson veranlasste ihn hingegen dazu, sich um die physische Seite zu kümmern. Denn vor dem entscheidenden Wirkungstreffer von Johnson hielt der 37 Jahre alte Londoner sehr gut mit ihm mit.

„Sobald man ganz oben mitmischt, muss man einige Dinge im geistigen und körperlichen Bereich ändern“, sagte Manuwa, der sich im vergangenen Oktober nach der Niederlage gegen Johnson mit einem KO-Sieg über Ovince Saint Preux bei UFC 204 in Manchester zurückmeldete. „Mein Knockout gegen OSP war nur der Anfang. Das war nur der Vorgeschmack auf das, was noch folgen wird.“



Manuwa hatte ursprünglich gehofft, schon viel früher als bei der „UFC Fight Night in London ins Octagon zurückkehren zu können, aber es war schwer, einen geeigneten Tanzpartner zu finden.

Er sollte bei UFC 208 gegen den ehemaligen Titelherausforderer Glover Teixeira antreten, als die Veranstaltung noch für Anaheim angesetzt war. Doch als sie verschoben wurde und erst im Februar in Brooklyn stattfand, fiel die Begegnung auseinander. Teixeira kämpfte bei UFC 208 gegen Jared Cannonier und Manuwa stand ohne Gegner da.

„Es war frustrierend, weil ich meinen guten Lauf schnell fortsetzen und nach Oktober gleich wieder im Dezember oder Januar kämpfen wollte“, sagte Manuwa, der aktuell die Nummer 4 im Halbschwergewicht ist. „Ich wollte gegen Glover Teixeira kämpfen und der Kampf war auch schon angesetzt, aber dann fiel er irgendwie trotzdem aus.“

„Er kämpfte gegen jemanden außerhalb der Top 15, was ich ziemlich merkwürdig fand“, sagte Manuwa weiter. „Ich denke, er wollte auf der Nummer 3 bleiben. Ich wollte gegen jemanden aus der Top 5 kämpfen, also forderte ich einen Kampf gegen Shogun, aber er sagte nicht zu. Das war schon frustrierend.“

„Dann wurde mir Corey Anderson für London angeboten und diesen Kampf konnte ich natürlich nicht ablehnen“, fügte Manuwa hinzu.

Anderson, der Gewinner von „The Ultimate Fighter 19“, ist ein Teil des New-Jersey-Teams von Erfolgstrainer Mark Henry und schuftet gemeinsam mit Frankie Edgar, Edson Barboza und Eddie Alvarez. Ihm gelang es in weniger als vier Jahren als Profi in die Top 10 im Halbschwergewicht einzusteigen.

Ein wenig erinnert der Hauptkampf der „UFC Fight Night“ in London an Manuwas ersten Hauptkampf in der UFC. Ein aufstrebender Kämpfer trifft auf einen etablierten, erfahreneren Kontrahenten. Dieses Mal spielt jedoch Manuwa die Rolle des Veteranen und Anderson ist der Senkrechtstarter.

Manuwas erster Hauptkampf in der UFC endete in der zweiten Runde und er ist sich sicher, dass das Duell am Samstagabend ebenfalls nicht länger als zwei Runden dauern wird.

„Es ist immer toll, in England kämpfen zu können, vor allem in London, weil das meine Heimatstadt ist“, sagte Manuwa. „Die Unterstützung der Fans in der Halle ist großartig – und das nicht nur, weil meine Freunde und meine Familie dabei sein werden. Ich freue mich sehr darauf. Ich will allen einen guten Kampf zeigen, einen aufregenden Kampf – das erwarten die Fans von mir. Blinzelt nicht, denn der Kampf wird schon in der zweiten Runde vorbei sein.“

Das Hauptprogramm der „UFC Fight Night“ in London läuft am 18. März live und exklusiv auf ranFIGHTING.de, das Vorprogramm auf UFC FIGHT PASS.

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Samstag, Oktober 7
10PM/7PM
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Las Vegas, Nevada

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