Johnson verteidigt Titel bei UFC on FOX 6

Pettis und Lamas überzeugen, Krauss gewinnt Comeback. Hier findet ihr alle wesentlichen Informationen zu der Veranstaltung in Chicago, Illinois.
Demetrious Johnson zeigte bei seiner ersten Fliegengewichtstitelverteidigung, aus welchem Holz ein Weltmeister geschnitzt sein muss. Sein Herausforderer John Dodson brachte ihn dank seiner Schlagkraft einige Male in Bedrängnis, doch in den „Weltmeisterrunden“ vier und fünf drehte Johnson den Kampf zu seinen Gunsten.

Dodson wurde in der UFC noch nie zu Boden gebracht – Johnson gelang das in jeder Runde. Entschieden wurde ihr Duell jedoch im Stand.

Die beiden Fliegengewichte gönnten sich keine Erholungspausen, sondern legten 25 Minuten lang eine hohe Schlagfrequenz vor. Johnson traf häufiger, Dodson härter. Bereits in der ersten Runde klingelte er den Titelverteidiger an, in der zweiten schlug er ihn sogar nieder – zweimal.

Kniestöße zum Köpf ermöglichten Johnson im vierten Durchgang die Wende. Die Treffer setzten Dodson schwer zu, aber er blieb im Kampf. Johnson erkannte den Wert dieser Technik und bearbeitete Dodson auch in Runde fünf damit.

Dodson landete zwar in der frühen Phase des Kampfes harte Treffer, doch über alle fünf Runden hinweg war Johnson im Stand der effektive Kämpfer. Das sahen auch die drei Punktrichter so, die den Sieg mit zweimal 48-47 und einmal 49-46 an den alten und neuen Weltmeister gaben.

Rampage verabschiedet sich mit Niederlage

Stellenweise blitzte noch der alte Quinton „Rampage“ Jackson auf, doch bei seinem Abschiedskampf gegen den Brasilianer Glover Teixeira war für jeden ersichtlich, dass der ehemalige Weltmeister mit dem Kopf nicht mehr bei der Sache ist.

Bereits eine Monate nach Kampfbeginn hatte Teixeira Jackson mit einem Single-Leg-Takedown auf die Matte befördert und war ihm dann auf den Rücken geklettert. Jackson stand wieder auf und tauschte mit Teixeira kräftige Haken aus. Jeder Schlag hätte ein Knockout sein können. Beinahe wäre dies auch der Fall gewesen, als Teixeira Jackson Ende der Runde mit seiner Rechten traf, aber Jackson bewies gute Nehmerqualitäten.

Teixeira begann die zweite Runde ebenfalls mit einem Takedown und arbeitete sich dann in die Half Guard vor. Erneut gelang es Jackson aufzustehen, und im Stand revanchierte er sich mit Aufwärtshaken. Teixeira wackelte aber nicht, sondern feuerte zurück und bedrängte Jackson mit Schlagkombinationen.

Am Anfang der dritten Runde warf Jackson nochmals alles in die Waagschale, fand sich aber nach einer knappen Minute erneut auf der Matte wieder. Zurück im Stand suchte Jackson weiter nach dem Knockout, doch Teixeira boxte ihn aus und landete noch einige Treffer.

Die Punktrichter werteten den Kampf im Anschluss zweimal 30-27 und einmal 29-28 für Teixeira.

Kick it like Pettis

Aus dem erwarteten „Kampf des Abends“ zwischen den WEC-Veteranen Anthony Pettis und Donald Cerrone wurde ein ebenso überraschender wie spektakulärer „Knockout des Abends“.

Pettis gelang mit einer Rechten und einer Schlagkombinationen der erste Treffer des Kampfes. Cerrone antwortete mit einem Kniestoß, woraufhin Pettis zu einem Carthweel-Kick ansetzte. Nach zwei weiteren Treffern nahm Pettis Cerrone mit einem Tritt zum Körper die Luft. Pettis folgte ihm und versuchte, seinen berühmten Showtime-Kick zu zeigen, diesmal als Kniestoß.

Cerrone legte den Rückwärtsgang ein, was Pettis die Möglichkeit gab, ihn mit einem linken Tritt zur Leber zu treffen. Sofort ging Cerrone zu Boden und Pettis beendete den Kampf nach 2:35 Minuten mit Ground and Pound, um Cerrone die erste vorzeitige Niederlage seiner Karriere zuzufügen.

„Dana White, was muss ich noch alles tun, um einen Titelkampf zu bekommen?“, fragte Pettis nach seinem Sieg. Vermutlich nur noch den Ausgang des Weltmeisterduells zwischen Benson Henderson und Gilbert Melendez im April abwarten.

Koch verliert Comeback gegen Lamas

Ricardo Lamas setzte seinen hervorragenden Lauf – im Federgewicht ist er noch ungeschlagen – auch gegen das Nachwuchstalent Erik Koch fort. Beide hatten großen Respekt voreinander und begannen entsprechend vorsichtig – ein Kick hier, eine schnelle Schlagkombination da. Lamas hatte genug vom Standkampf und versuchte, Koch zu Boden zu bringen, hatte damit jedoch keinen Erfolg.

Erst als Koch in der zweiten Runde ausrutschte, verlagerte Lamas den Kampf in seine Welt. Dann setzte er Koch mit hartem Ground and Pound zu. Insbesondere seine Ellenbogenstöße zeigten verheerende Wirkung und bewegten den Ringrichter nach 2:32 Minuten zum Kampfabbruch.

Der deutsche „Panzer“ gewinnt die Schlacht


Die Durststrecke von Pascal Krauss ist offiziell zu Ende. Nach achtmonatiger Auszeit und mit seiner ersten Niederlage im Rücken besiegte der Freiburger den amerikanischen Lokalmatador Mike Stumpf im Vorprogramm von UFC on FOX 6.

Stumpf versuchte es anfangs mit Lowkicks. Als Krauss mit Lowkicks zurückschlagen wollte, fing Stumpf einen davon ab und führte ein Takedown aus. Den Pass in die Side Control verhinderte Krauss jedoch und schützte sich aus der Guard. Krauss kam auf die Beine zurück und begeisterte die Zuschauer mit einem eingesprungenen Aufwärtshaken.

Trotz seiner Überlegenheit im Stand versuchte Krauss gegen den Ringer ein Takedown. Stumpf konterte und hatte Krauss wieder auf der Matte – aber nicht für lange. Zurück im Stand traf Krauss seinen Gegner mit einem Frontkick ins Gesicht. Dann zwang er ihn mit einem Aufwärtshaken in die Knie. Stumpf setzte zum Takedown an, aber Krauss ließ das nicht zu.

In der zweiten Runde baute Krauss seine Vorteile im Stand mit schnellen Schlagkombinationen weiter aus. Erneut traf der Superman Uppercut – eine Technik, die man in der UFC bislang nur sehr selten gesehen hat. Krauss versuchte es wieder mit einem Takedown, doch das gab Stumpf wieder die Gelegenheit für einen Konter. Abermals hielt er Krauss nicht lange auf der Matte. Krauss revanchierte sich im Clinch mit Knie- und Ellenbogenstößen. Stumpf antwortete mit Schlägen und einem Takedownversuch, aber Krauss wehrte es ab und setzte ihm mit Kniestößen zu.

Der Aufwärtshaken von Krauss verfehlte auch in Runde drei nicht seine Wirkung, ebenso seine schnellen Schlagkombinationen. Krauss traf Stumpf mit kräftigen Haken und harten Lowkicks, doch der bewies Kampfgeist und Nehmerqualitäten und ging nicht zu Boden. Nach weiteren Schlagwechseln zog Stumpf Krauss in seine Guard. Krauss kontrollierte ihn daraufhin auf der Matte, bis die Runde vorbei war.

Alle drei Punktrichter sprachen Krauss mit 30-27 den Sieg zu, seinen zweiten in der UFC seit seinem erfolgreichen Debüt im November 2010.

Das Vorprogramm

Nach dem Auftritt von Krauss fanden noch zwei weitere Kämpfe statt: Der Kanadier TJ Grant schlug Matt Wiman nach 4:51 Minuten der ersten Runde mit Ellenbogenstößen KO, während sich Clay Guida bei seinem Federgewichtsdebüt gegen den Japaner Hatsu Hioki zu einem geteilten Punktsieg mühte.

Vor Krauss zwang der „TUF 8“-Gewinner Ryan Bader den Weißrussen Vladimir Matyushenko nach 50 Sekunden der ersten Runde mit einem Guillotine Choke zur Aufgabe.

Shawn Jordan besiegte Mike Russow nach 3:48 Minuten der zweiten Runde durch technischen Knockout.

Der Brasilianer Rafael Natal brachte Sean Spencer nach 2:13 Minuten der dritten Runde mit einem Arm Triangle Choke zur Aufgabe.

David Mitchell besiegte den Norweger Simeon Thoresen einstimmig nach Punkten.

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