Erik Koch und Ricardo Lamas wollen Aldos Gürtel

Die Federgewichte kämpfen am 26. Januar bei UFC on FOX 6 um die Vorherrschaft in ihrer Gewichtsklasse.
Seuchenjahr – anders kann man 2012 aus Sicht von Erik Koch nicht beschreiben. Ein Jahr zuvor kämpfte er sich noch mit Siegen über Raphael Assuncao und den „TUF 12“-Gewinner Jonathan Brookins an die Spitze der Federgewichtsklasse.

Im Februar 2012 musste er einen Kampf gegen Dustin Poirier aufgrund einer Verletzung absagen. Im Juli hätte er die Chance gehabt, gegen Jose Aldo um die Weltmeisterschaft anzutreten, doch der Titelverteidiger verletzte sich während der Vorbereitung. Im Oktober hätte der Titelkampf nachgeholt werden soll, aber diesmal fiel Koch wegen einer Verletzung aus.

„Das letzte Jahr glich einer Achterbahnfahrt“, erzählt Koch. „Es war sehr enttäuschend, dass ich den Weltmeisterschaftskampf abgeben musste. Aber jetzt bin ich fokussierter als je zuvor und bereit, ihn mir zurückzuholen.“

Koch gibt am 26. Januar im Hauptprogramm von UFC on FOX 6 sein Comeback. Es werden sechzehn Monate seit seinem letzten Auftritt im Octagon vergangen sein. Eingerostet fühlt sich der 24 Jahre alte US-Amerikaner aber nicht.

„Ich trainiere MMA seit ich zehn Jahre alt bin und kämpfe seit ich 16 Jahre alt bin“, sagt Koch. „Ich mache mir keinerlei Sorgen wegen Ringrost.“

Mit Ricardo Lamas erwartet Koch bei seiner Rückkehr ein Kämpfer, der gerade einen sehr guten Lauf in der UFC hat. Dreimal in Folge hat Lamas seit seinem Debüt im Juni 2011 gewonnen, zuletzt gegen die hochrangigen Federgewichte Hatsu Hioki und Cub Swanson.

Nachdem Koch in seinem letzten Kampf „nur“ einen einstimmigen Punktsieg davontrug, hat er sich für das Duell mit Lamas vorgenommen, alles daran zu setzen, eine frühe Entscheidung herbeizuführen.

„Ich mag keine Punktentscheidungen, ich mag es nicht, wenn ich nicht vorzeitig gewinne“, sagt Koch. „Wenn ich nach Punkten gewinne, habe ich das Gefühl, nicht alles gegeben zu haben. Ich will jeden Kampf durch einen Knockout oder einen Aufgabegriff beenden. Wenn er einen auf Chad Mendes macht und versucht, mich auf dem Boden zu kontrollieren, wird er sein blaues Wunder erleben.“

Lamas will Überzeugungsarbeit leisten

Trotz Lamas‘ Siegen über Swanson und Hioki sieht ihn noch kaum jemand als ernstzunehmenden Titelkandidaten. Mit einem Sieg gegen Koch, der als großer Favorit in dieses Duell geht, kann der 30 Jahre alten US-Amerikaner die Zweifler jedoch garantiert von sich überzeugen.

„Es macht mir nichts, wenn mich alle als Außenseiter sehen, denn ich bin nicht das erste Mal in dieser Position“, erzählt Lamas. „Die Menschen müssen begreifen, dass ich unendlich viel Selbstvertrauen habe und mir die ganzen Dinge, die da gesagt werden, egal sind. Meinungen zählen nicht – was zählt, sind meine Fähigkeiten, und ich weiß ganz genau, wozu ich fähig bin.“

Seine Erfolge sprechen für sich, und so äußert sich Lamas zuversichtlich zu seinen Plänen für 2013, in denen der Weltmeistertitel eine große Rolle spielt.

„Schon vor meinem Kampf gegen Hioki wusste ich, dass ich mit den besten Kämpfern der Welt mithalten und sie besiegen kann“, sagt Lamas. „Dieser Meinung bin ich immer noch. Eines Tages will ich einen goldenen Gürtel um meine Hüften tragen, am liebsten noch in diesem Jahr. Die Weltmeisterschaft ist mein ultimatives Ziel. Nachdem ich Koch geschlagen habe, hoffe ich, dass ich endlich als eines der besten Federgewichte der Welt wahrgenommen werde.“

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