Koscheck kämpft wieder richtig

Josh Koscheck begrüßt Robbie Lawler am 23. Februar bei UFC 157 in der UFC zurück.
Josh Koscheck ist sauer. Nicht auf einen seiner Gegner – diesmal zumindest nicht. Objekt seines Zorns sind die Fans. Aber nicht alle. Nur diejenigen, die ihm online mit Häme begegneten, als er im Mai 2012 entgegen seiner Erwartung gegen Johny Hendricks verlor. Und das waren nicht wenige.

„Diese ganzen Internetkrieger gehen mir auf die Nerven“, sagt Koscheck. „Die denken, sie wären harte Kerle, aber wann haben die schon etwas Großartiges erreicht? Sie kennen den Wert von harter Arbeit nicht, und wie viel wir Kämpfer davon in unsere Karrieren stecken. Jeder Kämpfer in der UFC reißt sich tagtäglich seinen Hintern auf. In der UFC zu kämpfen, erfordert viel Hingabe und Opferbereitschaft. Das verstehen viele Menschen einfach nicht.“

Empfangskomitee für Robbie Lawler


Am 23. Februar kann Koscheck die knappe Punktniederlage gegen Johny Hendricks wettmachen. Im Hauptprogramm von UFC 157 trifft der 35-Jährige in seinem Heimatstaat Kalifornien auf den Rückkehrer Robbie Lawler. Von Mai 2002 bis Oktober 2004 kämpfte Lawler sieben Mal in der UFC, viermal gewann er dabei.

„Robbie Lawler betreibt diesen Sport schon sehr lange, er ist ein echter Veteran“, sagt Koscheck. „Er kämpfte bereits in der UFC, als die UFC noch nicht das war, was sie heute ist. Er ist ein guter Kämpfer mit großer Schlagkraft.“

Bei UFC 157 kehrt Lawler nicht nur ins Octagon zurück, sondern auch ins Weltergewicht. Der Gewichtsverlust, der damit einhergeht, könnte den 30-Jährigen im Kampf beeinträchtigen, schließlich ist Lawler es nicht mehr gewohnt, so viel abzunehmen. Koscheck sieht die Situation anders.

„Seine Kondition ist eine seiner größten Schwächen“, sagt Koscheck. „Um das Gewichtslimit für das Weltergewicht zu schaffen, muss er sehr hart trainieren. Deswegen glaube ich, dass er diesmal konditionell sehr gut vorbereitet sein wird. Ich gehe davon aus, gegen den besten Robbie Lawler aller Zeiten zu kämpfen. Allerdings habe ich mein bislang bestes Trainingslager hinter mir und werde ihm daher alles abverlangen.“

Kampf oder Sport?

Aufgrund der Niederlage gegen Hendricks hat Koscheck seine Einstellung dem Kampfsport gegenüber geändert. Für seinen Kampf bei UFC 157 will er sein altes Feuer wieder entfachen, das ihn zu Beginn seiner Karriere in der UFC weit nach vorne gebracht hat.

„Ich muss wieder richtig kämpfen“, sagt Koscheck. „Verglichen mit meinen frühen Kämpfen, nahm ich diesen Sport in jüngster Zeit immer mehr als Sport wahr und nicht als Kampf. Ich muss wieder mehr kämpfen. Das ist ein Sport, aber es ist auch ein Kampf. Am 23. Februar werde ich wieder einen Kampf daraus machen.“

Momentan ist Koscheck in der stark besetzten Weltergewichtsklasse weit von einem Weltmeisterschaftskampf entfernt. Er besitzt das Potential für einen Titelgewinn, aber wegen seiner beiden Niederlagen gegen den amtierenden Weltmeister Georges St. Pierre muss er sich etwas in Geduld üben.

„Ich will Kämpfe gewinnen und dafür bezahlt werden“, sagt Koscheck. „Wenn mir das eine Weile gelingt, dann werde ich früher oder später wieder um die Weltmeisterschaft antreten. Ich finde, dass ich nach wie vor zu den besten Weltergewichten der Welt gehöre. Und eines Tages werde ich auch den Weltmeistertitel in meinen Händen halten.“

Voraussichtlich aber erst, wenn Georges St. Pierre ihn verloren hat.

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