McGregor und Mayweather beginnen Krieg der Worte


Conor McGregor, der UFC-Champion im Leichtgewicht, betrat am Dienstag als Erster die Bühne im STAPLES Center in Los Angeles, Kalifornien – Austragungsstätte seiner ersten Pressekonferenz als Profiboxer. Er lieferte sich mit der Box-Legende Floyd Mayweather, gegen den er in der Nacht zum 27. August in Las Vegas in den Ring steigt, den allerersten Staredown. Dann hielt er eine fünfminütige Rede, welche die zahlreichen Fans in der Halle mit Jubelstürmen begleiteten.

„Niemand hat vorher so etwas gemacht“, sagte McGregor mit einem Grinsen im Gesicht. „Das müsst ihr mir schon lassen.“

Er hat Recht. In etwas mehr als einem Monat bestreitet der irische Superstar in der T-Mobile Arena in Las Vegas seinen ersten Boxkampf – gegen den besten Boxer dieser Generation, den zigfachen Weltmeister Mayweather, der seine Karriere vor nicht allzu langer Zeit mit einer Bilanz von 49-0 beendet hatte.

„Ich werde ihn innerhalb von vier Runden ausknocken, merkt euch meine Worte“, sagte McGregor. „Die Bewegungen, die Power, die Grausamkeiten – das alles kennt er gar nicht. Ich habe keine Angst vor ihm. Das Regelwerk schränkt mich ein. Das ist nur ein Viertel eines Kampfes. Wenn das ein echter Kampf wäre, würde ich weniger als eine Runde brauchen.“

Während McGregor, in einen blauen Maßanzug gekleidet, sich auf der Bühne feiern ließ, wirkte Mayweather deutlich ernster. Die Box-Legende trug einen Money-Team-Trainingsanzug und eine Schirmmütze, auf der „48“ stand.

Der 40 Jahre alte US-Amerikaner ergriff nach McGregor das Mikrofon und hielt ebenfalls eine Rede. Die Zuschauer waren größtenteils auf der Seite McGregors, aber auch Mayweather wurde zwischendrin bejubelt, als er seinen Gegner verhöhnte.

„Die Zahl heißt 21 – so lange trete ich schon in andere Ärsche“, sagte Mayweather. „Mir ist es egal, ob ich in einem Ring oder dem Octagon stehe – ich bin hier, um jemandem in den Arsch zu treten.“

Mayweather hat seit 2015 nicht mehr geboxt, aber er ist sich dennoch sicher, dass McGregor sein nächstes Opfer wird.

„Ich bin ein alter Mann“, sagte Mayweather in Richtung des 28 Jahre alten McGregor. „Ich bin nicht mehr derselbe Mann, der ich vor 20 Jahren war, vor fünf Jahren oder vor zwei Jahren. Aber ich bin immer noch gut genug, um dich zu besiegen.“

„Wir wissen, dass Mister Tapout gerne aufgibt“, fügte Mayweather hinzu, in Anlehnung an die Aufgabe-Niederlage, die McGregor im März 2016 gegen Nate Diaz kassierte. „Am Ende liegst du entweder auf dem Rücken oder auf dem Bauch. Was ist dir lieber?“

Das war die einzige Aussage Mayweathers, die McGregor überhaupt nicht schmeckte. Doch zuvor hatte er ebenfalls verbale Tiefschläge verteilt, als er über Mayweathers kürzlich bekannt gewordenen Schwierigkeiten mit den amerikanischen Finanzbehörden lästerte. Mayweather konterte, indem er einen Scheck über 100 Millionen US-Dollar präsentierte und antwortete: „Das ist für die Steuern, Mann!“

„Ich bin das Finanzamt und ich werde deinen Arsch versteuern“, sagte Mayweather, dem der verbale Schlagabtausch ebenso Spaß zu machen schien wie McGregor. Der Box-Weltmeister in fünf Gewichtsklassen hatte am Ende sogar ein paar nette Worte für seinen Kontrahenten übrig.

„Für ein Event wie dieses braucht es zwei Krieger“, sagte er. „Aber am 26. August gehört dein Arsch mir.“

Mögen die Spiele beginnen.

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