Penn will MacDonald nicht als Sprungbrett dienen

Nach über einem Jahr Auszeit kehrt der zweifache Weltmeister BJ Penn bei UFC on FOX 5 zurück.
Nach der im Oktober 2011 erlittenen Punktniederlage gegen Nick Diaz kündigte BJ Penn an, für unbestimmte Zeit aussetzen zu wollen. Knapp ein Jahr später ist er bereit für sein Comeback. Der Kanadier Rory MacDonald, ein Schützling von Georges St. Pierre und dessen Trainer Firas Zahabi, forderte den zweifachen Weltmeister heraus. Eine Herausforderung, die Penn liebend gerne annahm.

„Er denkt, dass ich nur ein Sprungbrett bin“, sagt Penn. „Er denkt, das sei ein Traumkampf für ihn. Aber er weiß nicht, dass das ein Traumkampf für mich ist. Ihn zu besiegen, Firas zu besiegen, Georges St. Pierre und das TriStar Gym zu besiegen, ist mein Traum. Ich will schon lange noch einen Kampf gegen jemanden vom TriStar Gym. Ich will ihnen und ihren Fans beweisen, dass ich ein würdiger Gegner bin. Ich bin nicht einfach nur jemand, der in den Käfig steigt und sich verhauen lässt.“

Seit Zahabi im Vorfeld von UFC 94, wo der Rückkampf zwischen Penn und St. Pierre stattfand, keine positiven Worte für Penn übrig hatte, ist der 33 Jahre alte Hawaiianer nicht gut auf ihn und sein TriStar Gym zu sprechen. Das Kriegsbeil sieht er zwar als begraben an, doch einen kleinen Denkzettel will er den Kanadiern dennoch verpassen. Am besten würde ihm das gelingen, wenn er den Hype-Zug von MacDonald, der als Nachfolger von St. Pierre gehandelt wird, am 8. Dezember bei UFC on FOX 5 entgleisen könnte.

„Hinter Rory steckt momentan viel Hype“, sagt Penn. „Ich kann das nachvollziehen, er hat  sich bislang großartig geschlagen. Er hat eine starke Physis, er kann kicken, schlagen, ringen und er weiß, wie man auf dem Boden kämpft. Jeder sagt, er wird eines Tages an der Spitze stehen, und gegen genau solche Kämpfer will ich antreten und gewinnen.“

Ursprünglich hätte der Kampf zwischen Penn und MacDonald bereits im September bei UFC 152 stattfinden sollen, doch er musste verschoben werden, weil sich MacDonald beim Sparring eine Schnittwunde über dem Auge zugezogen hatte.

„Ich habe die zusätzlichen Monate genutzt, um noch besser in Form zu kommen“, sagt Penn. „Ich weiß, dass ich in der Vergangenheit als Weltergewicht immer eine kleine Wampe hatte. Diesmal ist das nicht so, diesmal werde ich mit austrainierten 77 Kilogramm auf die Waage steigen. Dank der Verschiebung des Kampfes hatte ich noch mehr Zeit, mich vorzubereiten und fit zu werden.“

Seit seiner Rückkehr ins Weltergewicht vor zwei Jahren hat Penn nur einen von drei Kämpfen gewonnen. Im November 2010 schlug er Matt Hughes in 21 Sekunden KO, 2011 folgten ein Unentschieden gegen Jon Fitch und die einstimmige Punktniederlage gegen Nick Diaz. Genau wie diese beiden hat auch MacDonald vor, Penn als Sprungbrett zu nutzen – doch der selbstbewusste Hawaiianer sieht keine Möglichkeit für MacDonald, ihn zu besiegen.

„Ich weiß, dass Rory meine Fäuste nicht kommen sehen wird und dass er meine Takedowns nicht kommen sehen wird“, sagt Penn. „Und ich bin davon überzeugt, dass es ihm nicht gelingen wird, meine Aufgabegriffe zu verhindern. Du willst dir mit einem Sieg über mich einen Namen machen, Rory? Das kannst du vergessen!“

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