Poirier knockt Gaethje in Kracher-Kampf aus

Hier findet ihr alle wesentlichen Informationen zur „UFC Fight Night“ in Glendale, Arizona.
Die Kämpfe, die am meisten Action versprechen, enttäuschen gerade wegen dieser Erwartungshaltung oft am stärksten. Das war bei UFC Glendale nicht der Fall – Dustin Poirier und Justin Gaethje lieferten exakt die Art von Show ab, die von ihnen erwartet wurde. Am Ende war es Poirier, der sich mit einem Knockout für eine Titelchance im Leichtgewicht empfahl.

Dazu musste er durchs Feuer gehen, denn Gaethje tat das, was er immer tut: mit harten Schlägen und vielen Lowkicks nach vorne marschieren und sich nicht um Gegenwehr scheren. Poirier konterte mit präzisen Schlägen, die sich mit fortschreitendem Kampfverlauf zu Kombinationen entwickelten und schien das Duell auf diese Weise langsam in die Hand zu nehmen.

Gaethje wäre aber nicht Gaethje, wenn er sich davon beeindrucken ließe. Und so feuerte er unbeirrt zurück, was mit der Zeit Spuren auf seinem Gegner hinterließ. In Runde drei kam er dann mit einer Rechten sauber durch, Poirier wackelte, fiel aber nicht. Zu Beginn der vierten Runde war beiden die bereits fünfzehnminütige Schlacht deutlich anzumerken, die aber nicht mehr lange dauern sollte: Poirier konterte einen Lowkick mit einer Linken und stellte damit seinerseits Gaethje auf wacklige Beine. Mit jeder Menge Zeit bis zum Rundenende war klar, dass die Dinge nicht gut standen für den aus Arizona stammenden Fan-Favoriten. Poirier ließ nicht locker und deckte seinen Gegner pausenlos mit Schlägen ein.

Nach 0:33 der vierten Runde hatte der Ringrichter dann ein Nachsehen und brach den Kampf zugunsten Poiriers ab. „Der Diamant“ ist nun in seinen letzten vier Kämpfen ungeschlagen und steuert auf den ersten Titelkampf seiner UFC-Karriere zu. Gaethje verlor zum zweiten Mal in drei UFC-Kämpfen, die aber allesamt als spektakuläre Kracher-Shows in Erinnerung bleiben werden.

„Cowboy“ mit wichtigstem Sieg seiner Karriere

Mit neu entfachtem Feuer wollte Carlos Condit in Glendale seine Durststrecke beenden. Diesen Plan durchkreuzte Alex „Cowboy“ Oliveira für den ehemaligen Interims-Champion im Weltergewicht. Zwar erinnerte Condit im Vergleich zu seinen letzten Kämpfen schon eher an den Mann, der zu seinen besten Zeiten jede Menge unvergessliche Schlachten für sich entschied, letztlich aber musste er nach 3:17 der zweiten Runde in Oliveiras Rear Naked Choke abklopfen. Zuvor hatten die beiden sich einen wilden, über weite Strecken ausgeglichenen Kampf geliefert, in dem beide ihre Momente hatten. Oliveira hat nun drei seiner letzten vier Kämpfe gewonnen und mit der „Performance of the Night“ am Samstag seinen dritten UFC-Bonus in Folge geholt. Für Condit dagegen ist es die vierte Niederlage in Folge.

Israel Adesanya kam Anfang des Jahres mit Erfahrung aus Kickboxen sowie Profi-Boxen und jeder Menge Hype in der UFC an und machte seinem Ruf mit einem Debüt-KO gleich alle Ehre. Gegen den Italiener Marvin Vettori musste das 28-jährige Mittelgewicht aus Neuseeland nun erstmals über die Distanz. Vettori, wie zuvor von ihm angekündigt, drückte von Anfang an aufs Gaspedal und versuchte, den so kreativen wie kraftvollen Standkämpfer in den Rückwärtsgang zu drängen. Zwar landete er hin und wieder Treffer, die meisten Attacken liefen jedoch ins Leere und auch Takedownversuche waren nur selten von Erfolg gekrönt. Stattdessen sammelte Adesanya mit präzisen Angriffen und solider Defensive Punkte. Nach drei Runden sahen zwei von drei Richtern Adesanya vorne, der mit Wertungen von 29-28, 28-29 und 29-28 weiter ungeschlagen bleibt.

Im ersten Kampf des Hauptprogramms holte Michelle Waterson ebenfalls einen geteilten Punktsieg gegen Cortney Casey. Tatsächlich sah es zwischenzeitlich nicht gut für „Karate Hottie“ aus, die den schlechteren Start erwischte und bis Ende der drei Runden von Casey auf der Matte in mehrere brenzlige Situationen gebracht wurde. Mit Takedowns und präzisen Einzelattacken überzeugte Waterson letztlich die Punktrichter, die ihr in Form einer Wertung von 29-28, 28-29 und 29-28 den Sieg zusprachen.

Das Vorprogramm von UFC Glendale

Antonio Carlos Junior besiegte Tim Boetsch durch Aufgabe nach 4:28 der zweiten Runde

Muslim Salikhov besiegte Ricky Rainey durch KO nach 4:12 der zweiten Runde

John Moraga besiegte Wilson Reis einstimmig nach Punkten (29-28, 29-28, 29-28)

Brad Tavares besiegte Krzysztof Jotko durch technischen KO nach 2:16 der dritten Runde

Gilbert Burns besiegte Dan Moret durch KO nach 0:59 der zweiten Runde

Lauren Mueller besiegte Shana Dobson einstimmig nach Punkten (29-28, 29-28, 29-28)

Yushin Okami besiegte Dhiego Lima einstimmig nach Punkten (30-26, 30-26, 30-26)

Adam Wieczorek besiegte Arjan Bhullar durch Aufgabe nach 1:59 der zweiten Runde

Alejandro Perez besiegte Matthew Lopez durch technischen KO nach 3:42 der zweiten Runde

Luke Sanders besiegte Patrick Williams einstimmig nach Punkten (30-27, 30-27, 29-28)

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