Ponzinibbio will zu Hause glänzen

Am Samstagabend wird sich in Santiago Ponzinibbios MMA-Karriere in Buenos Aires, Argentinien ein Kreis schließen
Die ersten sieben Kämpfe des 32-jährigen, in La Plata geborenen Weltergewichts fanden in seinem Heimatland statt. Ponzinibbio gewann alle sieben, bevor er nach Brasilien zog, um dort seine Karriere weiter voranzutreiben. Ein weiterer Erfolgslauf in der brasilianischen Szene brachte ihm die Chance ein, Teil der zweiten brasilianischen „The Ultimate Fighter“-Staffel zu werden, wo er sich schnell als Favorit im Weltergewichts-Turnierkader etablierte, bevor eine gebrochene Hand ihn zwang, das Finale gegen William Macario abzusagen.

Das, was er bis dahin in der Reality-TV-Serie gezeigt hatte, war trotzdem genug, um eine Chance zu bekommen, sein Können auch im Octagon zu beweisen. Und ebenso, wie er es bereits zu Beginn seiner Karriere getan hatte, sah Ponzinibbio seine Beförderung auf eine größere Bühne als Katalysator für eine weitere persönliche Veränderung und zog nach Florida, um dort im American Top Team zu trainieren.

Seine UFC-Karriere ist mittlerweile zehn Kämpfe alt, und mit sechs Siegen im Rücken ist „Gente Boa“ zurück in Buenos Aires, wo er im Hauptkampf der ersten UFC-Show in seinem Land auf Neil Magny treffen wird.

„Das ist ein Traum für mich“, so Ponzinibbio über die Gelegenheit, zu Hause in Argentinien im Octagon zu stehen. „Ich freue mich sehr auf Samstag – das ist meine Stadt, mein Zuhause, das sind meine Leute.“

„Ich habe hier lange gekämpft und habe einige sehr, sehr schwierige Zeiten in meinem Leben an diesem Ort überstanden. Ich bin ohne Geld und ohne Freunde nach Brasilien gegangen, und als ich mich dort eingelebt hatte, bin ich nach Amerika gezogen, ohne Englisch zu sprechen. Ich habe immer den Fortschritt gesucht und wollte besser werden. Und heute packe ich die Gelegenheit beim Schopf, nach Hause zu kommen, in meine Stadt, als Teil der besten (MMA-Liga) der Welt, für die ich den Hauptkampf bestreite – den wichtigsten Kampf des Abends –, gegen eines der besten Weltergewichte der Welt.“

„Das ist großartig. Es ist wunderschön.”

Nicht nur kämpft Ponzinibbio am Samstag zum ersten Mal seit über acht Jahren in Argentinien – der Hauptkampf gegen Magny ist außerdem der erste Auftritt dieses Jahres für das aufstrebende Weltergewicht.

Nachdem er vergangenes Jahr mit drei Siegen auf ein starkes 2016 aufbaute und damit die Top 15 knackte, sollte der Argentinier ursprünglich bereits im Mai das UFC-Debüt eines anderen südamerikanischen Landes anführen. Aber den Hauptkampf des ersten UFC-Events in Chile, in dem er auf Kamaru Usman treffen sollte, musste Ponzinibbio absagen, als er sich einmal mehr die Hand brach. Der Usman-Kampf fiel aus, Ponzinibbio musste sich einer Operation unterziehen und war gezwungen, die Geschehnisse in seiner Gewichtsklasse von außen mit anzusehen.

Aber während die verpasste Chance, im Frühjahr gegen den zuletzt ähnlich starken Usman anzutreten, zunächst eine herbe Enttäuschung war, sieht das positiv denkende und leidenschaftliche Top-Weltergewicht die Verletzung mittlerweile als versteckten Segen, weil sie seine Rückkehr nach Hause an diesem Wochenende möglich machte.

„Das war ein trauriger Moment für mich, der Kampf in Chile. Ich hatte mich sehr darauf gefreut, aber Verletzungen gehören in diesem Sport dazu“, so Ponzinibbio, der in Santiago vom ehemaligen Titelherausforderer Demian Maia ersetzt wurde. „S**t happens, aber es ist okay. Ich glaube, dass alles, was einem passiert, eine Lektion ist. Ich konnte nicht in Chile kämpfen, aber dafür kann ich jetzt in Argentinien kämpfen – in meinem Land, vor meinen Leuten, und das ist ein wahrgewordener Traum für mich.“

„Ich spüre eine sehr gute Energie unter den Leuten und im ganzen Land, und das ist sehr gut für mich“, so Ponzinibbio weiter. „Das treibt mich nur an. Diesen Samstag, den 17. November, werden die Leute den besten Santiago Ponzinibbio aller Zeiten sehen, so viel ist sicher.“

„Das hier ist bis dato der Höhepunkt meiner Karriere. Ich gehe mit sechs Siegen in Folge in diesen Kampf. Ich fühle mich körperlich und mental gut, und ich bin hungrig, weil ich dieses Jahr noch nicht ein Mal gekämpft habe. Ich will den Sieg. Ich will in meinem Land Geschichte schreiben. Das ist der perfekte Moment für mich, um ins Octagon zurückzukehren. Das ist ein großer Event für mein Comeback und eine großartige Chance.“

Das Timing für seine Rückkehr ist nicht nur aus persönlicher Sicht großartig für Ponzinibbio, sondern kommt auch beruflich just zur rechten Zeit.

Nachdem an der Spitze der Weltergewichtsklasse den Großteil der vergangenen 18 Monate über nicht viel passierte, ist dort nun wieder Bewegung eingekehrt.

Für die letzten sechs Wochen des Jahres sind bis 77 Kilogramm noch einige hockkarätige Ansetzungen geplant, und gerüchteweise sollen noch mehr große Namen im ersten Quartal des neuen Jahres ins Octagon steigen.

Ponzinibbio hat bereits jetzt sechs Siege in Folge im Rücken und schloss das vergangene Jahr mit zwei beeindruckenden Siegen ab, sodass ein Sieg gegen den unterschätzten Magny an diesem Wochenende ihn als den mit dem meisten Auftrieb ausgestatteten Kämpfer der Gewichtsklasse ins neue Jahr schicken würde und als einen der Favoriten auf einen Titelkampf in der zweiten Jahreshälfte.

„Magny ist ein zäher Kämpfer – einer der besten Kämpfer im Weltergewicht – und ich denke, dass ein starker Sieg gegen ihn der UFC und den Fans beweisen würde, dass ich bereit dafür bin, um den Titel zu kämpfen“, so Ponzinibbio. „Letztes Jahr habe ich die Nummer acht der Rangliste in 82 Sekunden ausgeknockt – das war ein wunderschöner Knockout –, und danach habe ich einen guten Sieg gegen Mike Perry geholt.“

„Ich habe gute Jungs geschlagen – gute Knockouts geholt, gute Leistungen abgerufen – und kann auf sechs Siege in Folge zurückblicken. Ich denke, dass ich nach einem guten Sieg gegen Neil Magny, nachdem ich in meinem Land Geschichte geschrieben habe, dass ich dann bereit bin für den Titel. Aber mein Fokus ist Neil Magny. Nach diesem Kampf werde ich mir die Gewichtsklasse genauer anschauen und meinen nächsten Schritt entscheiden.“

Angesprochen darauf, wie er den Hauptkampf am Wochenende enden sieht, kann Ponzinibbio nur einen ganz bestimmten Ausgang visualisieren.

„Mein Plan sind Schläge – harte Schläge ins Gesicht – und ein technischer Knockout“, sagt er. „Mein Ansatz ist immer der gleiche; ich ändere meine Strategie für niemanden. Ich werde einen technischen Knockout mit nach Hause nehmen.“

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