Warum UFC London ein Muss ist

Als die UFC das letzte Mal mit einer „UFC Fight Night in London war, führte Michael Bisping, Großbritanniens größter Kampfsportstar, gemeinsam mit dem legendären Anderson Silva die Veranstaltung an. Im Hauptkampf zeigten sie den begeisterten Fans eine denkwürdige Schlacht.

Dieses Mal liegt der Fokus nicht auf dem aktuellen Star aus Großbritannien, sondern auf den künftigen Stars. Im Vorprogramm der „UFC Fight Night“ in London steigen die besten UFC-Kämpfer Englands ins Octagon, um sich zu beweisen. Und im Hauptprogramm wirbt ein Londoner Lokalmatador für einen Titelkampf, während der andere sich von den Fans verabschiedet.

Ein Knockout-Spezialist mit Heimvorteil

Anthony „Rumble“ Johnson ist wohl der Mann mit den härtesten Schlägen in der UFC, aber direkt hinter dem Halbschwergewicht, das bei UFC 210 gegen Daniel Cormier um den Titel kämpft, steht Jimi Manuwa. Der Londoner bestreitet in seiner Heimatstadt den Hauptkampf der „UFC Fight Night“ gegen den US-Amerikaner Corey Anderson.
Manuwa feierte zuletzt den größten Sieg seiner Karriere, als er den ehemaligen Titelherausforderer Ovince Saint Preux bei UFC 204 in Manchester ausknockte. Ex-Weltmeister Jon Jones musste zuvor mit OSP über die volle Distanz von fünf Runden gehen – das zeigt, wie gefährlich Manuwa im Standkampf ist.

Der 37 Jahre alte Engländer will mit einem weiteren vorzeitigen Sieg über Anderson ins Titelgeschehen eingreifen – und sich dort am liebsten mit einem Sieg über Jones etablieren, der im Sommer sein Comeback feiert. Manuwa sagte, er würde gerne gegen Jones kämpfen, da er glaubt, ihn KO schlagen zu können.

Doch zunächst muss Manuwa an einem hartnäckigen Ringer vorbei, der nicht nur auf dem Boden stark ist, sondern über eine stattliche Schlagkraft verfügt. Mit einer Wirkungstrefferquote von 59,6 Prozent – fast 20 Prozent mehr als der UFC-Durchschnitt – ist Manuwa allerdings davon überzeugt, dass Anderson ihn im Stand nicht gefährden kann.

Manuwa geht von einem frühen Ende aus und möchte den Fans in seiner Heimatstadt unbedingt einen Knockout liefern.

Nelson will neue Siegesserie starten

Als der Isländer Gunnar Nelson im Jahr 2012 in die UFC kam, galt er als eines der besten internationalen Talente im Weltergewicht. Sein Teamkollege Conor McGregor übernahm seitdem die Kampfsportwelt, aber Nelson würde es genügen, sich endgültig im Titelgeschehen zu etablieren.

Nach seinem dominanten Aufgabesieg gegen Albert Tumenov, seinem einzigen Kampf im vergangenen Jahr, ist Nelson bereit, eine neue Siegesserie zu starten, die ihn wieder an die Spitze der Weltergewichtsklasse bringt.

Im Weg steht ihm das Versace-Model Alan Jouban aus den USA. „Brahma“ hat zuletzt dreimal in Folge gewonnen und dabei den ungeschlagenen Mike Perry auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Pickett verabschiedet sich von den Fans

Fast sieben Jahre ist es her, dass Brad Pickett bei WEC gegen Demetrious Johnson gewonnen hat. Seit diesem Highlight seiner Karriere ist es dem Londoner nicht mehr gelungen, langfristig im Titelgeschehen zu bleiben, aber er verschaffte sich den Ruf, einer der unterhaltsamsten UFC-Kämpfer zu sein, egal in welcher Gewichtsklasse er antritt.


Pickett startete als Federgewicht und kämpfte sogar bis runter ins Fliegengewicht. Viermal gewann er den Bonus für den „Kampf des Abends“ – nicht zuletzt dank seines aggressiven und dynamischen Kampfstils.

Bei der „UFC Fight Night“ in seiner Heimatstadt London steigt Pickett zum letzten Mal ins Octagon. Wenn es nach ihm geht, legen er und sein Gegner Marlon Vera noch einmal einen besonders denkwürdigen Kampf hin.

Duell der europäischen Federgewichtstalente

Der Finne Makwan Amirkhani und der Engländer Arnold Allen haben zusammen eine UFC-Bilanz von 5-0. Beide zählen zu den größten europäischen Talenten im Federgewicht.

In London werden sie zwei weltberühmte Teams vertreten, denn Allen steigt für das TriStar Gym aus Montreal ins Octagon, während Amirkhani für das Team von Conor McGregor kämpft, SBG Ireland.

Der Sieger dieses Kampfes ist nicht mehr weit von der Top 15 im Federgewicht entfernt und sollte dann auch bereit für große Auftritte in den USA sein.

Elf Briten kämpfen in London

Die „UFC Fight Night“ in London ist eine besondere Bühne für britische Athleten, die international für Aufsehen sorgen wollen.

Der unbesiegte Marc Diakiese trifft im klassischen Duell zwischen Standkämpfer und Bodenkämpfer auf den Finnen Teemu Packalen. Das schlagkräftige Leichtgewicht gewann 2016 zweimal im Octagon und will nun gegen Packalen seinen ersten Knockout in der UFC erzielen.

Tom Breese galt viele Jahre als die englische Zukunft im Weltergewicht, aber nachdem er immer massiger wurde und die Gewichtsabnahme ihm immer schwerer fiel, wechselt er nun ins Mittelgewicht. In London debütiert er gegen Oluwale Bamgbose in seiner neuen Gewichtsklasse.

Die Weltergewichte Leon Edwards und der Brasilianer Vicente Luque sind heiße Anwärter auf den „Kampf des Abends“. Luque siegte zuletzt viermal hintereinander vorzeitig, aber Edwards präsentierte sich 2016 in glänzender Verfassung und will in London an seine beiden Siege aus dem vergangenen Jahr anknüpfen.

Das Hauptprogramm der „UFC Fight Night“ in London läuft am 18. März live und exklusiv auf ranFIGHTING.de, das Vorprogramm auf UFC FIGHT PASS.

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