Die fünf Besten – Die Überraschungen des Jahres 2012

Was waren 2012 die größten Überraschungen in der UFC?
<a href='../event/UFC-Silva-vs-Irvin'>UFC </a>149 - Boetsch vs. Lombard5 – Ricardo Lamas DEC Hatsu Hioki – UFC on FX 4
Ricardo Lamas redet nicht viel. In diesem Sport, eigentlich in jedem Sport, wird man gerne übersehen, wenn man nicht viel redet. Dies war bei Lamas der Fall, bevor er im Juni gegen den Japaner Hatsu Hioki ins Octagon stieg, eines der besten Federgewichte der Welt. Hioki hätte gegen Jose Aldo um die Weltmeisterschaft kämpfen können, doch entschied sich stattdessen dafür, gegen Lamas seine Octagon-Erfahrung noch etwas auszubauen. Dies stellte sich als taktischer Fehler heraus, denn Lamas machte seinem Kampfnamen „Bully“ alle Ehre und zermürbte Hioki drei Runden lang. Sein einstimmiger Punktsieg wirbelte die bereits ordentlich durchgewirbelte Federgewichtsklasse noch mehr durcheinander.

4 – Matt Wiman SUB1 Paul Sass – UFC on FUEL TV 5

Matt Wiman gehört seit Jahren zu den am meisten unterschätzten Kämpfern in der UFC. So unterschätzt, dass die Mehrheit davon ausging, er würde im September das Opfer eines der unvermeidbaren Aufgabegriffe von Paul Sass werden, dem aufstrebenden Star aus England. An Wiman war das jedoch vorüber gegangen. Er besiegte Sass nicht nur und fügte ihm die erste Niederlage seiner Karriere zu, sondern er zwang ihn zur Aufgabe, was seinen Sieg umso größer macht. So schnell wird Wiman von niemandem mehr unterschätzt werden.

3 – Jamie Varner TKO1 Edson Barboza – UFC 146

Jamie Varner wird wahrscheinlich als Erster zugeben, dass er als Leichtgewichtschampion von World Extreme Cagefighting polarisierte. Nachdem er schwere Zeiten durchmachen musste und nicht in die UFC übernommen wurde, als WEC eingegliedert wurde, gewann er die Gunst der Fans immer mehr zurück. Schließlich mag jeder eine schöne Comeback-Geschichte. Nichtsdestotrotz ging kaum jemand davon aus, dass zu dieser Comeback-Geschichte auch ein TKO-Sieg in Runde eins über den unbesiegten Senkrechtstarter Edson Barboza gehören würde, dem zuvor gegen Terry Etim der „Knockout des Jahres“ gelang. Varner bezwang ihn in seinem ersten UFC-Kampf seit 2007 und machte allen klar, dass er diesmal einen längeren Aufenthalt plant.

2 – Ryan Bader DEC Quinton Jackson – UFC 144
Im Juli 2011 war Ryan Baders Karriere am Tiefpunkt angelangt. Fünf Monate zuvor erlitt er gegen Jon Jones die erste Niederlage als Profi, aber das war Jon Jones, der künftige Weltmeister. Die Niederlage gegen Tito Ortiz war jedoch inakzeptabel. Ja, Ortiz war ein früherer Weltmeister und hatte einen Platz in der Ruhmeshalle der UFC sicher, doch zu diesem Zeitpunkt hatte er seit 2006 keinen Kampf mehr gewonnen und er hatte viel mehr mit seinem Körper zu kämpfen als mit seinen Gegnern. Nachdem der hoch gehandelte „TUF 8“-Gewinner von Ortiz zur Aufgabe gezwungen wurde, war seine Karriere schwer angeschlagen. Aber Bader ließ sich nicht entmutigen und meldete sich bei UFC 139 mit einem schnellen Sieg über Jason Brilz zurück. Im Februar 2012 traf Bader auf den ehemaligen Weltmeister Quinton „Rampage“ Jackson. Es hätte Jacksons triumphale Rückkehr nach Japan – wo er bei PRIDE zum Star wurde – werden sollen, doch Bader spielte dabei nicht mit. Zwar besiegte er Jackson nicht vorzeitig, doch nach dem fünfzehn Minuten langen Kampf stand der Sieger eindeutig fest. Ryan Bader war zurück.

1 – Tim Boetsch DEC Hector Lombard – UFC 149

Tim Boetsch sorgte 2012 nicht nur für eine, sondern gleich für zwei dicke Überraschungen. Erst schlug er den Japaner Yushin Okami KO, nachdem er zuvor zwei Runden lang von ihm dominiert wurde. Dann bezwang „The Barbarian“ auch noch Hector Lombard, der vor ihrem Kampf eine Erfolgsserie von 24-0-1 vorzuweisen hatte. Der Punktsieg gegen Lombard war vielleicht nicht so spektakulär wie der Knockout gegen Okami, doch ein Sieg ist ein Sieg und Boetsch nahm ihn gerne mit – ebenso wie die Auszeichnung für die größte Überraschung des Jahres.

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