Top-Themen nach UFC 210

Daniel Cormier sagte vor UFC 210, er wolle gegen Anthony Johnson im Stand kämpfen, ihm Auge in Auge gegenüberstehen und mit ihm, einem der furchterregendsten Standkämpfer der MMA-Geschichte, Schläge austauschen.

In der Anfangsphase ihres Hauptkampfs in Buffalo, New York bewies Cormier mit einem rechten Schwinger, dass das keine leeren Worte waren.

Wenige Momente später drehte „Rumble“ ebenfalls den Spieß um – und begann, mit einem der dominantesten Ringer der MMA-Geschichte zu ringen.

„Ich konnte es nicht fassen, dass er mit mir ringen wollte“, sagte Cormier. „Ich hatte kein Problem damit, die erste Runde abzugeben, da ich wusste, dass es letzten Endes zu meinen Gunsten ausgehen würde.“

Cormier hatte Recht – Johnsons Entscheidung machte sich nicht bezahlt.

Der Weltmeister im Halbschwergewicht zwang Johnson in der zweiten Runde mit demselben Rear Naked Choke zur Aufgabe, den er zwei Jahre zuvor benutzte, um den vakanten Titel zu gewinnen. Danach wurde Cormier zum Heel und schoss scharf gegen Jimi Manuwa und seinen Erzfeind Jon Jones, die in der ersten Reihe saßen.

Dieser Abend gehörte Cormier, der seine Rolle als Buhmann akzeptierte und sie sogar zu genießen schien.

Hier sind die Top-Themen nach UFC 210:

Cormier baut sein Vermächtnis aus

Cormier selbst hat gesagt, seine Karriere sei ohne einen Sieg über Jon Jones nicht komplett. Aber mit seiner Leistung bei UFC 210 bewies der „King of the Grind“, dass er zweifelsohne einer der besten MMA-Kämpfer aller Zeiten ist.

Cormiers Erfolg im Schwergewicht – er war in zwölf Kämpfen ungeschlagen – und sein Aufstieg bis an die Spitze der Halbschwergewichtsklasse, die Dominanz in gleich zwei sehr gut besetzten Gewichtsklassen, ist beispiellos.



Die Fans in Buffalo sahen das anders. Sie buhten Cormier aus, nachdem er das tat, was er immer tut – mit Ausnahme eines einzigen Kampfes gegen den Größten aller Zeiten:

Er gewinnt einfach.

Jones könnte Cormier nach seiner Rückkehr um den Weltmeistertitel herausfordern, den er vor ihm mehrere Jahre hielt. Aber Cormier sagte – mit Recht – dass er niemandem mehr etwas beweisen muss. Er liebt es einfach, zu kämpfen.

„Ich denke, die Menschen missachten vieles, wenn sie über Daniel Cormier nachdenken“, sagte Cormier. „Sie behaupten: ‚Er ist ein Fernseh-Mensch, er redet viel Mist und er spielt nur rum.‘ Aber sie sehen nicht, wie viel Ehrgeiz ich habe. Ich habe viel Geld verdient und in diesem Sport alles erreicht. Das Einzige, was ich nicht erreicht habe, ist ein Sieg über Jon Jones. Ich muss das nicht mehr tun. Ich kämpfe, weil ich es liebe.“

Johnson tritt zurück

Nach dem Hauptkampf von UFC 210 fiel es allen schwer, nicht traurig zu sein. Denn Anthony Johnson hatte ankündigt, vom MMA-Sport zurückzutreten.

Johnson war einer der unterhaltsamsten Kämpfer in der UFC und auch außerhalb des Octagons ein beliebter Zeitgenosse. Sein Lächeln in Kombination mit seinem aggressiven Kampfstil bewirkte, dass die Fans sowohl während seiner Höhen als auch seiner Tiefen hinter ihm standen.

Johnson verlässt die UFC als einer der gefährlichsten Standkämpfer, der je im Octagon zu sehen war.

„Das musste ich für mich tun“, sagte Johnson. „Ich liebe euch alle. Das ist mein letzter Kampf. Ich habe es niemandem gesagt, nicht einmal Dana White. Meine Familie und meine Freunde wussten es, ich wollte keine zusätzliche Ablenkung. Es hat mir Spaß gemacht in der UFC. Danke! Ich werde euch niemals vergessen.“

Offene Fragen nach Mousasi-Weidman

Das Mittelgewichtsduell zwischen Chris Weidman und Gegard Mousasi entwickelte sich zu einem spannenden Kampf. Beide hatten gute Momente.

Aber nachdem Mousasi in der zweiten Runde zwei Kniestöße gegen Weidmans Kopf anbrachte, die zunächst als illegal gewertet wurden, wurde der Kampf abgebrochen.



Die Kniestöße waren legal und Weidman beteuerte, dass er weiterkämpfen könne, aber der Kampf wurde nach einer verwirrenden und kontroversen Unterbrechung trotzdem abgebrochen.

Es war ein wegweisender Mittelgewichtskampf, der den Sieger einem Titelduell einen großen Schritt näher bringt, aber Mousasi war dennoch nicht über das Ende erfreut.

„So will ich nicht gewinnen – ich wollte weiterkämpfen“, sagte er. „Ich habe nicht viel nachgedacht, sondern einfach gekämpft. Wenn er einen Rückkampf haben will, kann er seinen Rückkampf bekommen.“

Calvillo glänzt erneut

Bei ihrem zweiten UFC-Kampf stand Cynthia Calvillo zum zweiten Mal im Hauptprogramm einer Großveranstaltung. Pearl Gonzalez hatte ihre Momente, aber das Strohgewicht vom Team Alpha Male dominierte den Kampf über weite Strecken und zwang Gonzalez mit einem Rear Naked Choke zur Aufgabe.

Justin Buchholz, Calvillos Cheftrainer, sagte, dass seine Schülerin eines der besten Talente ist, das jemals beim Team Alpha Male trainiert hat. Nach zwei vorzeitigen Siegen in einer Gewichtsklasse, die neue Titelanwärterinnen bitter nötig hat, befindet sich Calvillo auf dem besten Weg, schon bald ganz oben mitzumischen.

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