Cain Velasquez will seinen Gürtel zurück

Im Hauptkampf von UFC 155 kann der ehemalige Weltmeister am 29. Dezember die einzige Niederlage seiner Karriere wettmachen.
Der 12. November 2011 hätte der schönste Tag in der Karriere von Cain Velasquez werden können, doch er wurde sein schlimmster. Beim UFC-Debüt auf dem amerikanischen TV-Giganten FOX wurde er von Junior Dos Santos in 64 Sekunden KO geschlagen und vom Schwergewichtsthron geworfen.

Besonders bitter war diese Niederlage, weil sich Velasquez zwei Wochen vor dem Kampf gegen Dos Santos einen Riss des vorderen Kreuzbands im Knie zugezogen hatten. Aufgrund der Geschichtsträchtigkeit der ersten FOX-Veranstaltung entschied sich der 30 Jahre alte US-Amerikaner, dennoch ins Octagon zu steigen.

„Ich will nicht sagen, dass ich unverletzt gewonnen hätte, aber die Verletzung hat mich definitiv beeinträchtigt“, erzählt Velasquez. „Ich könnte in absoluter Topform sein, 100% geben und dennoch verlieren. Das macht nichts, wenn ich sicher weiß, dass ich in der Vorbereitung alles menschenmögliche getan habe, um zu gewinnen, und dass ich im Kampf alles menschenmögliche getan habe, um zu gewinnen. Diese Niederlage verfolgt mich nachts in meinen Träumen. Ich will sie unbedingt wettmachen!“

Der Titelverlust und die einzige Niederlage seiner Karriere nagen schwer an Velasquez, der seit seinem Profidebüt als die Zukunft der Schwergewichtsklasse gefeiert wird. Am 29. Dezember hat er im Hauptkampf von UFC 155 die Möglichkeit, der Welt mit einem Sieg über Dos Santos zu zeigen, dass diese Niederlage ein einmaliger Ausrutscher war.

„Ich habe diesen Sport mit dem Ziel begonnen, der Beste der Welt zu sein“, sagt Velasquez. „Das bin ich momentan nicht. Aber wenn ich Junior Dos Santos besiege, bin ich es wieder. Ich bin hier, um der Beste zu sein, um der Weltmeister zu sein. Ich will den Titel gewinnen und ihn für eine sehr lange Zeit behalten. Wenn ich mir meinen Gürtel zurückhole, werde ich beweisen, dass ich der Beste bin. Es gibt keinen Besseren als mich, auch nicht Junior Dos Santos!“

Zurück zu den Wurzeln

Im ersten Kampf gegen Dos Santos fehlte es Velasquez aufgrund seiner Knieverletzung an wesentlichen Eigenschaften, die ihn bislang auszeichneten: Schnelligkeit, Spritzigkeit, Explosivität und Beweglichkeit. Wie er kämpft, wenn es ihm daran nicht mangelt, zeigte er im Mai bei UFC 146 gegen den Brasilianer Antonio Silva, den er in der ersten Runde mit hartem Ground and Pound besiegte.

„Einen Kampf mit Schlägen zu beenden, ist für mich das beste Gefühl der Welt“, erzählt Velasquez. „Wenn ich auch Dos Santos zu Boden bringen und mit meinem Ground and Pound stoppen kann, wäre das unglaublich. Ich muss einfach meinen Kampf kämpfen, offensiv agieren und ihn permanent unter Druck setzen.“

Es hat den Anschein, als wolle sich Velasquez im Rückkampf gegen Dos Santos wieder auf seine größte Stärke konzentrieren, das Ringen. Allerdings ist der Titelverteidiger nicht nur der beste Boxer in der Schwergewichtsklasse, sondern er verfügt auch über die beste ringerische Defensive.

„Seine Verteidigung gegen Takedowns ist ziemlich gut“, räumt Velasquez ein. „Kaum landet er auf dem Boden, springt er sofort wieder auf. Im Stand hat er keinerlei Schwächen. Er ist ein tadelloser Boxer, schnell und schlagkräftig.“

Velasquez wäre aber nicht Velasquez, wenn er sich von den Fähigkeiten seines Gegners eingeschüchtert fühlen würde.

„Ich werde diesen Kampf gewinnen, weil ich der bessere Kämpfer bin“, sagt Velasquez selbstbewusst. „Ich bin hungrig und will meinen Gürtel zurück. Bei UFC 155 werde ich mir nehmen, was rechtmäßig mir gehört!“

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