Cerrone will neues altes Ich zeigen

LAS VEGAS, NV - JULY 07: Donald Cerrone watches the fights during the UFC 226 event inside T-Mobile Arena on July 7, 2018 in Las Vegas, Nevada. (Photo by Josh Hedges/Zuffa LLC/Zuffa LLC via Getty Images)
Je mehr Dinge sich für Donald Cerrone ändern, desto vertrauter bleiben diese Dinge für ihn.

Die vergangenen sechs Monate haben eine ganze Menge Veränderungen und neue Erfahrungen für den „Cowboy“ gebracht, aber der Veteran nimmt es gelassen und genießt jede Minute davon – wie immer, eben.

Im Juni bekamen er und seine langjährige Freundin ihr erstes Kind, einen Sohn namens Dacson Danger Cerrone. Sechs Wochen später erlebte Cerrone einen „völligen Kontrollverlust“ bei einer Höhlentauchtour, bei der er die Sicht auf das Seil zum Höhleneingang und auf seinen Freund verlor, der mit ihm im Wasser war. Diese Erfahrung war der Auslöser für einen Instagram-Post, der mit den Worten begann: „Heute kann ich ehrlich sagen, dass ich froh bin, am Leben zu sein.“

Wenn jemand, der wie Cerrone dafür bekannt ist, ein Kind gebliebener Wildfang und ein Adrenalinjunkie zu sein, sich freut, dem Sensenmann entkommen zu sein, dann kann man sich sicher sein, dass es ernst war.

Nicht allzu lange danach erlebte der 35-Jährige eine nicht sehr freundliche Trennung von seinem Team, Jackson-Wink-MMA. Cerrone erklärte, dass er nicht länger mit seinen langjährigen Trainern arbeiten würde, nachdem die eine Hälfte seines Trainerteams, Mike Winkeljohn, ihn darüber informiert hatte, dass er seinen Gegner für dieses Wochenende, Mike Perry, trainieren und im Kampf betreuen würde. „Platinum“ begann sein Training in Albuquerque, Neu-Mexiko zwei Monate vor seinem Kampf gegen Paul Felder bei UFC 226.

Einzeln gesehen wären diese beiden Erlebnisse wichtige Eckpunkte in den Leben der meisten Menschen und würden eventuell eine Anpassung der eigenen Mentalität befördern, aber für Cerrone bedeuten sie nur zwei weitere Geschichten, die er erzählen kann. Sie sind für ihn eine Möglichkeit, zu neuen Abenteuern aufzubrechen, die ihn für sein Duell mit Perry am Samstag im Pepsi Center in Denver mental in die richtige Richtung gedrängt haben.

„Lindsey ist die beste Mutter aller Zeiten, sie kümmert sich bestens um den Jungen”, sagt der stolze Papa, der sich Hals über Kopf in seine neue Rolle verliebt hat. „Es macht Spaß – ich liebe es, den Jungen zum Lachen zu bringen, dabei selbst grinsen zu müssen und ihn zum Schwimmen mitzunehmen. Ich habe jetzt schon so viele coole Sachen für die Zeit geplant, wenn er älter ist. Ich kann es kaum erwarten. Er wird ein richtiger Mann sein. Ich freue mich sehr auf diese Zeit und kann es kaum abwarten.”

“Kommendes Wochenende fahren wir nach Homestead, wo die NASCAR-Meisterschaft stattfindet, und danach werde ich runter nach Florida fliegen, wo es eine Menge Höhlen gibt, durch die ich tauchen werde”, fügt Cerrone lachend hinzu und stellt klar, dass die kurze Schrecksekunde aus dem Sommer ihn nicht aus dem Wasser fernhalten wird.

Was sein Training für den Kampf gegen Perry am Wochenende angeht, sagt der Veteran, der ganze 45 Profi-Kämpfe vorweisen kann, dass er kein Problem mit seinem Gegner hat und auch nicht damit, sein Trainingslager ganz auf seine Ranch in Edgewood, Neu-Mexiko zu verlegen, wo er eines der vergnüglichsten Trainingslager seit Langem erleben durfte.

„Ich darf mich nicht auf ihn als Person konzentrieren; ich kann mich damit nicht aufhalten”, sagt er über Perry, der sich für den Kampf stark gemacht und dann seine Version der Sparringsrunden mit Cerrone öffentlich gemacht hatte, um den Co-Hauptkampf in Denver zwischen den beiden zu bewerben. „Er macht nur das, was er tun muss; das ist völlig okay.“

„(Für dieses Trainingslager) kamen Leute von überall. Ich habe hier Mickey Gall, Joe Schilling, Jonavin Webb; die ganzen Old-School-(Kerle). Das hat eine Menge Spaß gemacht; eines der spaßigsten Trainingslager, die wir seit Langem hatten.“

“Es ist verrückt, wie ähnlich sich die Jungs alle in ihrer ganz eigenen Version von Kameradschaft sind“, so Cerrone im Rückblick auf sein gerade beendetes Trainingslager. „Es hat eine Menge Spaß gemacht. Ich liebe meinen Job und das tägliche Training. Ich liebe nicht den Teil daran, meinen Körper jeden Tag an seine Grenzen zu führen, denn dieser Teil ist Mist, aber die Kameradschaft macht Spaß – die ganzen Jungs hier zu haben und dass jeder die gleichen Ziele verfolgt.“

“Ich habe einen so coolen Job.“

Ein anderer Grund dafür, dass Cerrone bester Laune ist und es kaum erwarten kann, am Samstag in den Käfig zu steigen, ist die Tatsache, dass dieses Wochenende für ihn ein Heimspiel sein wird und die Chance bietet, der erste Kämpfer in der Geschichte der UFC zu werden, der 21 Siege im Octagon geholt hat.
 


Cerrone mag über Jahre in Neu-Mexiko gelebt haben, aber er ist in der Gegend um Denver aufgewachsen und nutzt nur zu gern die Chance, einige seiner Fight-Week-Erlebnisse mit Freunden und Familie zu teilen und vor seinen heimischen Fans zu kämpfen.

“Man hätte sich das nicht besser ausdenken können, das hier ist ziemlich cool“, sagt er über die Chance, den Rekord für die meisten Siege in der UFC vor heimischer Kulisse holen zu können, und das auch noch im Zuge der Jubiläums-Show zum 25. Geburtstag der UFC. „(Teil dieses Events zu sein und diese Rekorde zu halten bedeutet mir definitiv etwas), aber gleichzeitig auch nicht, falls das Sinn macht?“

“Ich komme gerade aus dem Trainingszentrum der Denver Broncos, wo die ganzen Jungs trainieren; sie alle haben einen Football für mich unterschrieben. Ich hatte einen meiner Freunde bei mir, Justin, der sein ganzes Leben lang schon ein Fan der Broncos ist, und habe ihm den Ball gegeben.“

„Dass er sich so über den Ball gefreut hat, bedeutet mir mehr als alles andere. Es ist cool, einen signierten Ball zu haben – schön –, aber es ist noch cooler, in seiner eigenen Heimatstadt zu kämpfen. Aus meiner Sicht – für mich ist das, was ich liebe. Alles andere ist nur das Sahnehäubchen.“

„Es wird am Samstagabend keinen anderen Ort auf der Welt geben, an dem ich lieber sein würde.“

Cerrone plant, den Fans einen angemessenen Gegenwert für ihr Geld zu geben, wenn er ins Octagon steigt.

„Wir werden kämpfen“, sagt er und grinst. „Wenn Perry tut, was er angekündigt hat und sich mir in der Mitte des Octagons stellt, dann hätte ich das Gefühl, ich würde den Leuten ihr Geld stehlen, dass sie für Tickets oder TV-Gebühren ausgegeben haben, wenn ich nicht da rausgehen und exakt so kämpfen würde, wie sie es von mir erwarten. Deswegen habe ich vor, genau das zu tun.“

“Ich habe vor, den Knockout zu suchen und diese Sch***e zu gewinnen.“

In den letzten sechs Monaten hat sich viel getan, aber wir haben es noch immer mit demselben alten Cowboy zu tun.

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