Edgar hat den Titel im Visier



Frankie Edgar ist ein harter Mann in einem harten Sport – seine 6 Stunden, 27 Minuten und 51 Sekunden im Octagon sind dafür der beste Beweis. Zugleich ist das Federgewicht aus New Jersey einer der respektvollsten UFC-Kämpfer überhaupt. Es ist also nicht überraschend, dass er sich weigerte, ein Max-Holloway-Shirt anzuziehen und den Hawaiianer anzufeuern, als der im Juni gegen Jose Aldo um den Weltmeistertitel kämpfte.

„Ich habe mir den Kampf genau angesehen, aber ich hatte keinen Favoriten“, sagte er. „Das Schicksal sollte entscheiden, der Bessere sollte gewinnen. Und genau das ist an diesem Abend passiert. Glücklicherweise gewann derjenige, der mir einen Titelkampf ermöglichen konnte.“

In der Nacht zum 3. Dezember trifft Edgar im Hauptkampf von UFC 218 in Detroit auf Holloway. Diese Titelchance hätte er wohl nicht bekommen, wenn Aldo bei UFC 212 gegen Holloway gewonnen hätte, denn Aldo hat Edgar bereits zweimal geschlagen.

„Ich dachte mir, wenn Aldo der Champion bleibt, dann muss ich noch länger auf meinen Titelkampf warten“, sagte Edgar. „Wir haben erst vor kurzem gekämpft und die UFC will nicht ständig dieselben Kämpfe veranstalten. Das verstehe ich. Aber da Holloway gewonnen hat, bin ich wieder im Rennen.“

Die Titelchance gegen Holloway hat sich Edgar redlich verdient. Im Dezember versucht der ehemalige Weltmeister im Leichtgewicht zum dritten Mal, sich den Gürtel im Federgewicht zu schnappen. Eine dritte Chance kommt recht selten vor, aber Edgar ist nicht irgendwer. Er gewann sieben von neun Kämpfen im Federgewicht und verlor dabei nur gegen Aldo. Seit seiner Niederlage bei UFC 200 dominierte er Jeremy Stephens und Yair Rodriguez. Der Sieg über Stephens war schon beeindruckend, aber wie er den mexikanischen Senkrechtstarter auseinandernahm, war einfach nur großartig.

Rodriguez wollte sich mit einem Sieg über Edgar im Titelgeschehen etablieren, aber „The Answer“ hatte andere Pläne.

„Ursprünglich war das für mich nur ein Kampf wie jeder andere, aber ich habe ständig im Hintergrund dieses Gerede gehört und irgendwann hat es mir gereicht und ich nahm mir vor, ein Zeichen zu setzen“, sagte Edgar. „Ich wollte allen zeigen, dass mit mir noch zu rechnen ist.“

Das ist noch milde ausgedrückt, denn Edgar ließ dem aufstrebenden Nachwuchstalent keine Chance. So viele tolle Leistungen er in den letzten Jahren zeigte – diese gehört mit Sicherheit in seine Top 5.

„Es lief perfekt“, sagte Edgar. „Ich glaube, ich wurde kein einziges Mal getroffen. Ich musste etwas arbeiten, um die Takedowns zu erzielen, aber sobald ich in der Oberlage war, richtete ich Schaden an. Ich wollte ihn unter Druck setzen und so schnell wie möglich aus dem Kampf nehmen.“

Einen Monat später nahm das Schicksal seinen Lauf und Holloway ebnete den Weg für den nächsten Weltmeisterschaftskampf des 35 Jahre alten US-Amerikaners.

„Er ist ein Teufelskerl“, sagte Edgar über Holloway. „Man muss sich nur mal seine Bilanz ansehen – damit ist eigentlich alles gesagt. Er ist noch so jung und hat noch nicht mal sein ganzes Potential ausgeschöpft. Ich stehe vor einer großen Herausforderung, aber das bin ich gewohnt. Es motiviert mich und ich freue mich schon darauf, es erneut allen zu zeigen.“

Mit einem Sieg in der Nacht zum 3. Dezember könnte Edgar seine ohnehin schon legendäre UFC-Karriere krönen. Für ihn bedeutet dieser Kampf mehr als nur die Chance auf einen weiteren Gürtel.

„Meine Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt“, sagte Edgar. „Ich habe den Titel nie aus den Augen verloren. Wenn ich ihn endlich in den Händen halte, werden sich all die Mühen gelohnt haben. Ich gebe immer 100 Prozent und ich versuche immer, alles richtig zu machen. Wenn ich diesen Titel nicht bekomme, werde ich es bereuen – und das möchte ich nicht riskieren.“

Das Hauptprogramm von UFC 218 läuft in der Nacht vom 2. auf den 3. Dezember live auf ran FIGHTING, das Vorprogramm auf UFC FIGHT PASS.

Samstag, Dezember 30
10PM/7PM
ETPT
Las Vegas, Nevada

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