Top-Themen nach UFC 221


UFC 221 war eine der lukrativsten Sportveranstaltungen, die es in der Perth Arena je gegeben hat – mit einem Publikum, das so leidenschaftlich war, wie man es sonst nur von den Iren und Brasilianern kennt. Einige der besten Kampfsportler aus Ozeanien stiegen in Perth ins Octagon. Aufgrund der Zeitverschiebung musste das Event um 7:30 Uhr Ortszeit beginnen, aber die Fans gaben ihr Bestes, um ihre Favoriten nach vorne zu peitschen.

Das sind die Top-Themen nach UFC 221:

Romero macht das Beste daraus

PERTH, AUSTRALIA - FEB. 11: Curtis Blaydes celebrates after his win over Mark Hunt in their heavyweight bout during the UFC 221 event at Perth Arena. (Photo by Jeff Bottari)Es war nicht die leichteste Woche im Leben von Yoel Romero. Beim offiziellen Wiegen war der Kubaner ganze 1,4 Kilogramm zu schwer. Obwohl er sich mit 85,1 Kilogramm einwog, fand der Kampf gegen den Ex-Champion Luke Rockhold statt – aber nur Rockhold konnte den Interimstitel im Mittelgewicht gewinnen. Romero verlor nicht nur seine Titelchance, er musste auch 30 Prozent seiner Kampfbörse abgeben. Und nach seinem Sieg über Rockhold musste er wegen einer Beinverletzung direkt ins Krankenhaus.

Ein kleiner Trost: Romero ist definitiv der nächste Herausforderer auf den Weltmeistertitel im Mittelgewicht von Robert Whittaker. UFC-Präsident Dana White bestätigte das in einem Interview mit ESPN. Nachdem Romero sein erstes Duell gegen Whittaker bei UFC 213 verlor, stand ein Rückkampf immer im Raum. Ein halbes Jahr später sind Michael Bisping und Georges St-Pierre aus dem Titelgeschehen heraus – und jetzt gibt es sowohl einen klaren Weltmeister als auch einen klaren Titelherausforderer. Sobald Whittaker und Romero wieder fit sind, werden sie ihre offene Rechnung begleichen.

Ein Einstand nach Maß

Apropos Mittelgewichte – der neuseeländische Kickbox-Star Israel Adesanya gab sein mit großer Spannung erwartetes UFC-Debüt. In Perth knockte er den Australier Rob Wilkinson in der zweiten Runde aus. „The Last Stylebender“ verbesserte seine Bilanz damit auf 12-0 mit zwölf vorzeitigen Siegen. Adesanya verfügt nicht nur über eine spektakuläre Offensive im Stand – er bewies auch, dass er sich sehr gut gegen Takedowns verteidigen kann. Mit seiner Leistung verdiente er sich einen Bonus und viele neue Fans.

Manchmal ist es schwer, zwischen Hype und Realität zu unterscheiden. Im Fall von Adesanya zeigte sich, dass der Hype gerechtfertigt war. Nach UFC 221 hatten die Fans das Gefühl, ein besonderes Talent gesehen zu haben. „Mittelgewichte!“, sagte er im Octagon nach seinem Sieg. „Ich bin der neue Hund in diesem Hof und habe gerade überall in den Zwinger gepisst.“ Falls seine Konkurrenten ihn bis dato nicht kannten – jetzt kennen sie ihn.

Blaydes erzielt größten Sieg seiner Karriere

PERTH, AUSTRALIA - FEBRUARY 11: Curtis Blaydes celebrates after his win over Mark Hunt in their heavyweight bout during the UFC 221 event at Perth Arena on February 11, 2018 in Perth, Australia. (Photo by Jeff Bottari)Nach seinem Sieg über Mark Hunt gab Curtis Blaydes zu, dass der K-1-Superstar ihn in der ersten Runde mit seinen Schlägen so hart angeklingelt hatte, dass er kurzzeitig sein Sehvermögen verlor. Ihm war bewusst, dass er im Stand nicht mehr lange durchhalten würde und nutzte seine Erfahrung als Ringer – sehr zum Unmut der ozeanischen Fans – um den Volkshelden zu Boden zu bringen und dort zu kontrollieren.

Hunt sagte Journalisten in der Woche vor UFC 221, Blaydes verdiene seinen Platz in der Rangliste im Schwergewicht, wenn er ihn besiegen würde. Der 26 Jahre junge US-Amerikaner verschwendet nach seinem Erfolg keine Zeit und richtet seinen Blick nun auf diejenigen, die vor ihm stehen. „Cain, Alistair, Werdum…“, sagte er bei der Pressekonferenz nach der Veranstaltung, als er nach möglichen nächsten Gegnern gefragt wurde. Allerdings betonte er, dass er niemanden herausfordern wolle. Auf die Frage nach einem Rückkampf gegen Francis Ngannou, der ihm die einzige Niederlage seiner Karriere zufügte, erklärte Blaydes, ein zweites Duell sei unausweichlich – egal wann, egal wo. Was auch immer für ihn als nächstes ansteht, Blaydes scheint gerade alles richtig zu machen.

Ein Festtag für Australien

Als Mark Hunt zum Octagon lief, feierten ihn die Zuschauer wie die Iren den ehemaligen Doppel-Weltmeister Conor McGregor feiern. Zwar endete Hunts Kampf nicht so, wie es die Australier und Neuseeländer sich gewünscht hätten, aber dafür überzeugten die ozeanischen Nachwuchstalente auf ganzer Linie.

Der Australier Tyson Pedro zwang den Russen Saparbek Safarov in der ersten Runde mit einem Kimura durch Aufgabe und gab hinterher zu, auf die Hexenkesselstimmung nicht vorbereitet gewesen zu sein. Pedros Schwager Tai Tuivasa behielt seine weiße Weste, als er den Franzosen Cyril Asker in der ersten Runde durch technischen Knockout besiegte. (Seinen Triumph feierte er, indem er Bier aus einem Schuh trank. Echt wahr!) Die Zuschauer waren von ihren Lokalmatadoren begeistert.

Pedro und Tuivasa gelten zurecht als die Zukunft der australischen Kampfsportszene, aber sie waren nicht die einzigen Kämpfer aus Ozeanien, die bei UFC 221 überzeugten. Der Australier Jake Matthews gewann den „Kampf des Abends“ gegen den Chinesen Li Jingliang. Der bereits erwähnte Adesanya machte die Neuseeländer ebenso stolz wie sein Landsmann Luke Jumeau, der den Kampfabend bzw. -morgen mit einem Punktsieg über den Japaner Daichi Abe eröffnete. Und auch der Australier Alexander Volkanovski wusste mit seinem TKO-Sieg über den Kanadier Jeremy Kennedy zu überzeugen.

Die Australier und Neuseeländer haben nicht nur ein Land bzw. einen Kontinent vertreten, sondern der ganzen Welt gezeigt, dass man auch „Down Under“ weiß, wie man kämpft.

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