Daniel Sarafian debütiert bei UFC on FX 7

Der Finalist von „TUF: Brazil“ kämpft in seiner Heimat erstmals in der UFC.
Eine Armverletzung hinderte Daniel Sarafian im Sommer letzten Jahres daran, Geschichte zu schreiben. Bei der ersten brasilianischen Staffel der Reality-Show „The Ultimate Fighter“ war er ins Finale des Mittelgewichtsturniers gekommen. Doch dann musste der 30 Jahre alte Brasilianer tatenlos zusehen, wie Cezar „Mutante“ Ferreira die Staffel gewann.

„Anfangs war es sehr schwer für mich, das zu verkraften, denn ich war sehr enttäuscht“, sagt Sarafian. „Ich wollte unbedingt am Finale teilnehmen. Nach der Operation war klar, dass ich eine Weile pausieren muss. Und mir war klar, dass ich kühlen Kopf bewahren muss, damit die Enttäuschung mich nicht auffrisst. Jetzt ist alles wieder in Ordnung und meine Zeit ist gekommen. Ich bin glücklich, denn ich habe mich in den letzten Monaten technisch sehr verbessert und kann das nun allen Menschen zeigen.“

Sarafian zerfloss nicht in Selbstmitleid, sondern versuchte, sich während seiner Verletzungspause anderweitig auf sein unvermeidliches Debüt in der UFC vorzubereiten. Er tat im Gym alles, was ihm möglich war, um fit zu bleiben und an seinen kämpferischen Fähigkeiten zu feilen.

„Trotz meiner Verletzung habe ich trainiert und mich mental auf die UFC eingestellt“, sagt Sarafian. „Ich trainierte mit meinem gesunden Arm und ich trainierte meine Kicks. Ich habe viel Karate gemacht. Seid also nicht überrascht, wenn ich euch ein paar neue Techniken zeige. Ich sah auch viele Videos und betreute andere Kämpfer aus meinem Team. Ich war zweimal backstage bei der UFC. Ich habe viele Erfahrungen gesammelt, die mir bei meinem Debüt zugutekommen werden.“

Dollaway statt Ferreira


Entgegen der Erwartungen vieler Fans holt Sarafian in seinem UFC-Debüt nicht den ausgefallenen Finalkampf gegen Cezar Ferreira nach. Am 19. Januar kämpft er im Co-Hauptkampf von UFC on FX 7 in seiner Heimatstadt Sao Paulo gegen einen anderen „Ultimate Fighter“-Veteranen: CB Dollaway, Finalist von „TUF 7“. An einem Duell gegen Ferreira hätte Sarafian ohnehin kein Interesse mehr.

„Meine Mission habe ich bei TUF leider nicht erfüllt“, sagt Sarafian. „Ich wollte ins Finale kommen und das Finale dann auch gewinnen. Das war mir nicht vergönnt, aber jetzt darf ich trotzdem in der UFC kämpfen. Ich habe mir diese Chance hart erarbeitet und werde sie am Samstag garantiert zu meinem Vorteil nutzen. Für mich ist TUF aber abgehakt, ich brauche keinen Sieg über Cezar Ferreira, um mir Genugtuung zu verschaffen. Das habe ich nicht nötig.“

Ein Bodenkämpfer mit Schlagkraft

Sarafian trainierte in seiner Kindheit Judo und wechselte in seiner Jugend zum brasilianischen Jiu-Jitsu. Sechs seiner sieben Profisiege erzielte er durch Aufgabe. Bei „TUF: Brazil“ fiel er aber insbesondere durch seine Fähigkeiten im Standkampf auf. Sergio Moraes schickte er im Halbfinale mit einem eingesprungenen Kniestoß schlafen. So soll es am 19. Januar weitergehen.

„Ich bin ein sehr angriffslustiger Kämpfer“, sagt Sarafian. „Ich gehe immer nach vorne, übe Druck aus und zwinge meinem Gegner meinen Willen auf. Ich selbst komme mit Druck gut klar. Darin unterscheide ich mich von vielen anderen Kämpfern. Mein Ziel ist, am Samstag allen zu zeigen, dass ich immer hart kämpfe. Ich habe nichts zu verschenken. Ich glaube bis zur letzten Sekunde an den Sieg.“

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