Nate Diaz ist reif für die Weltmeisterschaft

Am 8. Dezember kämpft Nate Diaz bei UFC on FOX 5 gegen Benson Henderson um den Titel im Leichtgewicht.
Als Benson Henderson und Frankie Edgar im August bei UFC 150 zum zweiten Mal um die Weltmeisterschaft im Leichtgewicht kämpften, verfolgte ein Zuschauer ihren Kampf besonders aufmerksam. Es war der „Ultimate Fighter 5“-Gewinner Nate Diaz, der sich seit seiner Rückkehr ins Leichtgewicht mit Siegen über Takanori Gomi, Donald Cerrone und Jim Miller einen Titelkampf verdient hatte.

„Ich habe nichts gegen Frankie persönlich, aber ich habe mich ziemlich gefreut, als Benson den Titel verteidigte“, sagt Diaz. „Benson liegt mir als Gegner einfach besser als Frankie.“

Lange Jahre stand Diaz im Schatten seines älteren und bekannteren Bruders Nick. Am 8. Dezember hat er im Hauptkampf von UFC on FOX 5 die Möglichkeit, sich mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft endgültig von ihm zu lösen. Mit einem Sieg würde der 27 Jahre alte Kalifornier etwas erreichen, das seinem Bruder und seinen Teamkollegen Jake Shields und Gilbert Melendez, alle drei Titelträger von Strikeforce, noch nicht gelungen ist.

„Mein Team besteht aus unglaublich vielen Champions“, sagt Diaz. „Ich glaube, ich bin der einzige, der noch keinen Titel in einer großen Organisation gewonnen hat. Vielleicht ist es jetzt für mich an der Zeit, einen Titel zu gewinnen und mein Team angemessen zu repräsentieren.“

Wie hebelt man einen Gummimenschen?


Mit fünf Auszeichnungen für den „Aufgabegriff des Abends“ zählt Diaz, ein Schwarzgurt im Gracie Jiu-Jitsu, zu den erfolgreichsten Bodenkampfspezialisten in der UFC. Namhaften Kämpfern wie Jim Miller, Takanori Gomi und Kurt Pellegrino ließ er im Octagon keine andere Wahl als aufzugeben.

Henderson ist laut offizieller Statistik der Kämpfer mit der besten Defensive gegen Aufgabegriffe. Egal wie eng ein Würgegriff sitzt, egal wie sehr ein Hebel seine Gelenke überstreckt – Henderson findet irgendwie immer einen Weg, um sich zu befreien. Und doch ist Diaz davon überzeugt, Henderson abklopfen lassen zu können.

„Ich habe Benson schon auf Jiu-Jitsu-Turnieren kämpfen sehen“, erzählt Diaz. „Er ist wirklich gut, selbst mit Gi. Er befreit sich aus allem, er dominiert seine Gegner, er ist sehr athletisch. Aber ich bin davon überzeugt, dass ich ihn dennoch zur Aufgabe zwingen kann. Und ich weiß auch, wie ich das anstellen werde – passt also am 8. Dezember genau auf.“

Die Angst vor den Punktrichtern

Ein Aufgabesieg ist für Diaz ein sehr erstrebenswertes Ziel, denn die Punktrichter meinen es meist nicht gut mit den Diaz-Brüdern. Vier seiner fünf Punktniederlagen in der UFC waren umstritten und hätten auch anders gewertet werden können, weswegen Diaz alles daran setzen will, sein Schicksal am Samstag nicht von den Punktrichtern entscheiden zu lassen.

„Ich glaube nicht, dass ein Punkturteil zu meinen Gunsten ausgehen würde“, sagt Diaz. „Ich muss also alles versuchen, um Benson vorzeitig zu siegen. Er ist zäh, aber ich finde nicht, dass er ein besserer Kämpfer ist als ich. Er ist vielleicht ein besserer Rundengewinner als ich, aber insgesamt kann ich besser kämpfen. Ich will der beste Kämpfer der Welt werden und für dieses Ziel ist er sicherlich ein schwerer Test. Er ist aus gutem Grund der Weltmeister, aber am 8. Dezember werde ich ihn entthronen!“

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